Do, 19. Oktober 2017

'Keine Verdächtigen'

20.07.2009 11:12

Mord-Anklage wegen Jackos Tod unwahrscheinlich

Nach dem Tod von Michael Jackson ist eine Anklage wegen Mordes nach Informationen der US-Zeitung "Los Angeles Times" unwahrscheinlich. Die Ermittler hätten seit dem Tod des 50-Jährigen am 25. Juni keine Hinweise darauf gefunden, dass er umgebracht worden sei, berichtete das Blatt in seiner Sonntagsausgabe unter Berufung auf einen Behördenvertreter, der nicht namentlich genannt werden wollte. "Ich habe von nichts gehört, das eine Anklage wegen Mordes nahe legen würde", sagte dieser.

Vorwürfe gibt es vor allem gegen mehrere Ärzte, die Jackson starke Schmerzmittel verschrieben hatten. Die Ärzte seien aber keine Verdächtigen, sagte der Behördenvertreter. Sie seien aufgefordert worden, ihre Unterlagen zur Verfügung zu stellen, dies sei "für die Geschichte der Medizin" nützlich.

Jackson beschaffte sich die Medikamente offenbar von verschiedenen Ärzten, die nicht über die Verschreibungen ihrer Kollegen auf dem Laufenden waren, und verwendete oft auch falsche Namen. Die Umstände, die zum Tod Michael Jacksons führten, werden von der Polizei in L.A., der Staatsanwaltschaft und den Kontrollbehörden für Drogen und Medikamente untersucht.

Zunächst hatte es geheißen, die Polizei würde in Richtung Mord ermitteln. Selbst der Polizeichef von Los Angeles sagte in einem Interview, er schließe ein Tötungsdelikt nicht aus (mehr dazu siehe Infobox).

Obduktionsbericht verzögert sich
Der Obduktionsbericht, der hoffentlich Aufschluss über den Tod geben wird, wird später veröffentlicht als zunächst angekündigt. Wie das Büro des Gerichtsmediziners von Los Angeles am Donnerstag mitteilte, dauert die Fertigstellung des Autopsieberichts länger als erwartet. Die Veröffentlichung sei jetzt in zwei Wochen geplant. Ursprünglich waren die Resultate für Ende der vergangenen oder Anfang dieser Woche angekündigt worden.

Der 50-Jährige, der kurz vor einem Comeback mit etlichen Konzerten stand, war überraschend am 25. Juni gestorben.

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