Do, 23. November 2017

„Sie ist kein Freak!“

24.07.2009 08:23

Streit um fünfbeinigen Welpen in den USA

Um einen Welpen mit fünf Beinen in den USA, den eine Frau aus North Carolina vor einem Schicksal als Teil einer Freakshow retten wollte, ist ein heftiger Streit entbrannt. Der Betreiber einer Kuriositätensammlung auf Coney Island bei New York erhebt Anspruch auf den Chihuahua-Terrier-Mix Lilly. Er sei der rechtmäßige Besitzer, sagte John Strong der Zeitung "Charlotte Observer". Der ursprüngliche Eigentümer hatte ihm das Tier zunächst für 3.000 Dollar (2.108 Euro) zugesagt, es dann aber für 4.000 Dollar (2.811 Euro) an eine Tierschützerin mit riesengroßem Herz verkauft.

Allyson Siegel aus Charlotte (im Bild mit Lilly) wollte den kleinen Mischling vor dem traurigen Dasein retten und operieren lassen. Die 45-Jährige war entsetzt, als sie die kleine Lilly entdeckte und von deren Besitzer Calvin Owensby erfuhr, dass er sie gerade für viel Geld an den Besitzer eines Kuriositätenkabinetts verkauft hatte. Siegel: "Sie ist doch so hübsch. Sie ist kein Freak. Sie ist ein ganz normaler Welpen, der es genauso gut haben sollte wie andere Hundebabys auch."

Lillys fünftes Bein ist heller als die anderen und hängt zwischen den beiden Hinterpfoten zu Boden. Siegel wusste, dass sie alles tun würde, um das Hündchen davor zu retten, im "Freaks of Natur"-Museum neben einer zweiköpfigen Kuh namens Nosey Rosey und einer siamesischen Zwillings-Schildkröte namens Pete and Repeat zu enden. Letztendlich bezahlte sie 4.000 Dollar für den kleinen Hund.

"Der Verkäufer hat den Vertrag gebrochen"
Doch das will der Kuriositätensammler aus Coney Island nicht gelten lassen: Er habe bereits 1.000 Dollar (703 Euro) angezahlt, der Verkäufer habe den Vertrag gebrochen, konterte Strong und droht mit einer Klage. "Das ist, als würde dir ein Typ ein Auto verkaufen und nachher sagen, er habe es jemand anderem gegeben." Owensby sagte gegenüber der "New York Daily News", dass er kürzlich seinen Job verloren habe und das Geld deshalb sehr gelegen gekommen sei. Nur deshalb habe er überhaupt zugestimmt, den Welpen zu verkaufen.

Darf Siegel das Hündchen behalten, hat Lilly noch im Juli einen OP-Termin, bei dem ihr das fünfte Bein entfernt werden soll. Dann könnte sie wirklich leben wie jeder andere Hund auch - und mit einer liebevollen Besitzerin.

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