Do, 23. November 2017

Angst vor Freiheit

14.07.2009 12:48

Deutscher „bittet“ um Rückkehr ins Gefängnis

"Habt’s ihr zufällig einen Haftbefehl auf meinen Namen laufen? Wenn ja, würde ich mich gerne stellen" – so oder so ähnlich ist es wohl abgelaufen, als sich dieser Tage ein 23-jähriger Ex-Knastbruder bei der Polizei von Velbert im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen mit dem Ansinnen meldete, die Freiheit doch gegen den geregelten Gefängnisaufenthalt eintauschen zu wollen.

Erst am 14. Mai war der junge Mann nach Verbüßung einer Haftstrafe aus einer Justizvollzugsanstalt entlassen worden. Doch während sich die meisten Ex-Sträflinge im Allgemeinen über die derart wiedergewonnene Freiheit freuen, sah es im Innern des Mannes offenbar ganz anders aus: Das Leben ohne Gefängnis-Alltag dürfte ihm zu schwierig geworden sein.

Für acht neue Einbrüche verantwortlich
Deshalb betrat der 23-Jährige am vergangenen Freitag die Wache von Velbert und erkundigte sich, ob nicht ein Haftbefehl gegen ihn vorliegen würde. Als die Polizisten verneinten, bohrte der "Knast-Süchtige" nach und schließlich stellte sich heraus, dass er für offenbar mindestens acht Einbrüche in der Region verantwortlich zeichnete, seit er aus der Haft entlassen worden war.

Endlich wieder in Haft!
Nach einer kurzen Vernehmung, in deren Verlauf er alle Straftaten eingestand, wurde er vor Gericht gestellt und in Untersuchungshaft genommen. Dem 23-Jährigen bleibt nur mehr zu wünschen, dass er angesichts des wiedergewonnenen Lebens in gesiebter Luft nicht vielleicht doch wieder anders über die Sache denkt...

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