Fr, 24. November 2017

Gefährliche Bilanz

14.07.2009 09:32

90% der Aufnahmen im Linzer UKH Freizeitunfälle

Bereits 90 Prozent der im Linzer Unfallkrankenhaus behandelten Patienten sind Opfer von Freizeitunfällen! Dieser Entwicklung steuert die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) nun entgegen. „Wir werden zwar keine Patienten abweisen, wollen aber unseren Fokus wieder auf Arbeitsunfälle richten“, kündigt AUVA-Landesvorsitzender Erhard Prugger an.

Während die Zahl der Arbeitsunfälle in Oberösterreich im Vorjahr erfreulicherweise um 8,4 % sank, haben die Freizeitunfälle ein Allzeit-Rekord-Hoch erreicht. Im Linzer UKH, das im Vorjahr 51.000 Patienten behandelte, stieg sie erstmals auf 90 Prozent! „Wir sind auf Arbeitsunfälle spezialisiert – und unserer ureigensten Aufgabe muss künftig unsere Konzentration gelten. Auch im Sinne einer gewissen Kostengerechtigkeit“, betont Prugger. „Denn während alle anderen Spitäler bei Freizeitunfällen von den Krankenkassen zwei Drittel der Kosten refundiert erhalten, bekommt das UKH nur knapp ein Drittel“, ergänzt der neue AUVA-Landesdirektor Franz Holzbauer.

Die AUVA Linz plädiert an die Rettungsdienste und appelliert um „Vorrang“ bei Arbeitsunfällen. Denn nur 5.000 der 38.000 im Vorjahr im Land ob der Enns Verunfallten landeten im UKH.

von Max Stöger, „OÖ.-Krone“
Symbolbild

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