So, 22. Oktober 2017

Fünf Millionen Euro

08.07.2009 09:32

Wirbel um neues Sportzentrum in Saalfelden

In Saalfelden wird wieder heiß debattiert, denn nicht nur die Umfahrungsvarianten spalten die Stadt. Jetzt liegen auch noch fünf Millionen Euro teure Pläne für ein neues Sportzentrum in der Bürgerau auf dem Tisch. Eine Bürgerinitiative sieht es als Fehlinvestition, weil andere Sportplätze brach liegen. Die Kicker-Jugend ist begeistert.

Die bestehenden Sportplätze in der Bürgerau sind veraltet, es existieren schon seit Jahren Pläne für ein modernes Zentrum: Jetzt macht die in der Stadtregierung alles beherrschende SP Ernst und hat einen Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Ein zusätzlicher Fußballplatz auf der grünen Wiese ist geplant. Die Rede ist auch von einer Flutlichtanlage, Tennisplätzen und einer Kunsteisbahn. Kostenpunkt: fünf Millionen Euro.

Bürgerinitiative formiert sich
"Millionen, die sich nicht lohnen" ist eine Bürgerinitiative gegen die Pläne. "Wir sind nicht gegen Sport. Es gibt aber genug Anlagen, die einfach nur saniert werden müssen", wehren sich Hans Streitberger und seine Mitkämpfer gegen eine Verbauung der Wiese in der Bürgerau.

Siegerprojekt soll im August gekürt werden
Sie wollen jetzt mit 1.300 Unterschriften ein Bürgerbegehren in der Gemeinde erzielen. "Die Zeit drängt", sagen die Gegner und befürchten, dass die millionenschwere Investition schon beschlossene Sache ist. Denn im August soll eine Jury das Siegerprojekt küren. Bürgermeister Günter Schied: "Wir wollen die jungen Sportler fördern. Noch ist aber nichts entschieden."

Nachwuchs begeistert von neuer Anlage
Die Kicker-Jugend hofft natürlich, dass die Anlage kommt: "Der Zulauf ist groß. Wir haben 300 Nachwuchsspieler in unserem Club", betont Klaus Rathgeb vom "FC Pinzgau Saalfelden". "Wir wollen unsere Talente fördern und haben dafür sogar eine eigene Fußballschule gegründet. Saalfelden hinkt bei den Sportstätten weit nach." Trainiert wird derzeit verstreut auf dem SK-Platz Richtung Leogang und anderen Sportplätzen. Rathgeb: "Das ist nicht optimal und für die Eltern sehr umständlich." Die Zukunft liegt für die Kicker eindeutig in der Bürgerau.

von Sabine Salzmann, Kronen Zeitung

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