Mo, 11. Dezember 2017

Chaos-Wetter

08.07.2009 08:23

Schneepflug nach Hagel-Unwetter im Einsatz

Extremplatzregen, wie man ihn sonst nur in den Tropen kennt: Weil feuchte Luft mangels Druckunterschied über Österreich hängen bleibt und verdunstendes Wasser die Wolken wieder anreichert, sind wir in einem Regenkreislauf. Am Dienstag führte das neuerlich zu Überflutungen. Auch die A1 bei Regau war betroffen.

„Es schaut aus wie auf einem Schlachtfeld“, schilderte ein Feuerwehrmann die Situation in Pilsbach im Bezirk Vöcklabruck am Dienstag. Sturmregen hatte zu Überflutungen geführt, Blumenkästen und Gartengeräte verblasen. Zudem prasselten wachteleiergroße Hagelkörner aus den Wolken. Das führte auch in Edt bei Lambach, Tiefgraben, Pühret und Oberndorf bei Schwanenstadt zu zahlreichen Überschwemmungen.

Schneepflug schiebt 20-Zentimeter-Hagelschicht weg
In Ohlsdorf war die Hagelschicht auf den Straßen 20 Zentimeter dick, musste von Schneepflügen beseitigt werden. Dazu gab es allein am Dienstag 590 Blitze über Oberösterreich, mehr als 4.000 waren es im Juli bereits.

40 Liter Wasser pro Quadratmeter in wenigen Minuten
Massiver Gewitterregen – zum Teil fielen binnen Minuten 40 Liter Wasser pro Quadratmeter – brachte auch den Verkehr auf der Westautobahn bei Regau fast zum Erliegen. „Es war wie eine Sturzflut, man hat kaum die Hand vor Augen gesehen“, berichtete ein Autofahrer. „Wir haben Wetter-Ausnahmezustand, der zu Regengüssen wie in den Tropen führt“, so der Klimatologe Georg Hohenwarter.

von Johann Haginger, „OÖ-Krone“

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