Do, 23. November 2017

Opfer oft Migranten

07.07.2009 16:54

Mit simplem „Koffertrick“ Tausende Euro erbeutet

Die Geschichten der professionellen Betrüger werden immer abenteuerlicher. Und dennoch: Es finden sich immer wieder willige Opfer, die in der Hoffnung auf ein ansehnliches Nebeneinkommen Tausende Euro vorschießen. Am Schluss sind die Gauner über alle Berge und die Geprellten stehen mit leeren Händen da.

Der "Neffentrick" hat ausgedient, es lebe der "Koffertrick". Nicht weniger als 19.200 Euro lockten ein gebürtiger Kroate und sein Komplize zwei Landsleuten heraus, denen sie fette Provisionen versprachen.

Dolmetscher gesucht
Der 55-jährige sprach die Opfer in ihrer Muttersprache an, um sich ihr Vertrauen zu erschleichen. Er brauche einen Dolmetscher, um mit einem israelischen Geschäftsmann über den Verkauf von Gold und Computerchips verhandeln zu können.

3.000 Euro versprochen
Für die Vermittlerrolle wurden Monatsgagen bis zu 3.000 Euro versprochen. "Dafür sollten die Opfer größere Geldscheine, am besten 500-Euro-Noten, mitbringen, um den angeblichen Israeli davon zu überzeugen, dass kein Falschgeld im Spiel ist", erklärt Polizeijurist Dr. Rudolf Feichtinger.

Leeres Kuvert blieb zurück
Das vorgezeigte Geld wurde in ein Kuvert gesteckt und in einem schwarzen Koffer verstaut, den die Betrüger zurückließen. Danach gingen sie aus dem Raum, angeblich um die Ware zu prüfen. Zurück blieben die Opfer, mit einem Koffer, in dem sich nur ein leeres Kuvert und alte Zeitungen befanden.

Bankangestellter beendete das Treiben
Einem Arbeiter (45) wurden so 3.900 Euro, einer Pensionistin (80) sogar 15.300 Euro abgeknöpft. Dank eines misstrauischen Bankangestellten blieb ein 58-Jähriger verschont. Der Kassier rief die Polizei, die den Betrüger schnappte. Sein Komplize wird per Haftbefehl gesucht.

von Gernot Huemer, Kronen Zeitung

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