Mo, 20. November 2017

Wirbel um A5

05.07.2009 13:12

Nordautobahn droht im Niemandsland zu enden

Helle Aufregung herrscht derzeit im Weinviertel. Denn die künftige A5 droht im Niemandsland an der Grenze zu enden. Die tschechischen Behörden haben nämlich völlig überraschend den Ausbau der Schnellstraße ab Drasenhofen gestoppt. Viele Ortsbwohner in Niederösterreich bangen jetzt um die erhoffte Verkehrsentlastung!

"Wenn diese Autobahn nun doch nicht gebaut wird, donnern weiterhin Hunderte Lastwagen direkt an unseren Häusern vorbei", klagen die Anrainer an vielen Ortsdurchfahrten im Weinviertel. Die Meldungen aus dem Nachbarland haben die Bürger aufgeschreckt: Aus Geldmangel hat das tschechische Verkehrsministerium 300 Straßenprojekte auf Eis gelegt - darunter die bisher geplante vierspurige Weiterführung der A5, berichtet der niederösterreichische Wirtschaftspressedienst. In Niederösterreich laufen indes die Arbeiten auf vollen Touren.

Nordautobahn sei nicht gefährdet
"Das werden sie auch weiterhin", versichert Karl Wilfing. Der VP-Abgeordnete - er ist auch Bürgermeister von Poysdorf, Bezirk Mistelbach - sieht die Errichtung der Nordautobahn trotz des Baustopps jenseits der Grenze derzeit nicht gefährdet. "Offenbar wollen die Tschechen damit Druck auf die EU machen, um mehr Förderungen zu erhalten", ist der erfahrene Politiker überzeugt.

"Verkehrsströme werden sich verlagern"
Doch in Prag scheint nicht nur die Kostenfrage Zweifel an einer Autobahn von Wien nach Brünn zu nähren. "Die Verkehrsströme werden sich zunehmend auf andere Routen verlagern", erklären die tschechischen Fachleute.

Für Wilfing ist die Fertigstellung der A5 dennoch fix - zumindest auf österreichischer Seite: "Es geht ja in erster Linie um die wichtigen Umfahrungen vieler Orte im Weinviertel." Zudem verweisen Experten auf bestehende Verträge mit Tschechien.

von Christoph Weisgram, Kronen Zeitung
Symbolbild

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