Sa, 18. November 2017

Zeitreise

02.07.2009 14:47

Brite tauscht für Experiment iPod gegen Walkman

Anlässlich des 30. Geburtstags von Sonys Walkman hat sich der 13-jährige Brite Scott Campbell auf ein interessantes Experiment eingelassen: Er tauschte für eine Woche seinen iPod gegen den portablen Kassettenspieler – was ganz neue Erfahrungen für den Schüler zur Folge hatte, wie die BBC berichtet.

Viel zu groß und grau, so beschreibt der 13-Jährige seine ersten Eindrücke des inzwischen nicht mehr ganz zeitgemäßen Gerätes. Ähnlich auch die Reaktionen der Freunde im britischen Aberdeenshire, als Scott seinen Walkman zum ersten Mal ausführt – aufgrund des großen Gewichts mit einer Gürtelschnalle an der Hüfte befestigt. "Die benutzt doch niemand mehr", lacht einer, während ein anderer die unvorteilhafte Größe des Geräts durchaus positiv zu bewerten weiß: "Der wäre wirklich schwer zu verlieren."

Dass ihre Eltern eine solch "monströse Box" einmal benutzt haben sollen, können sich weder Scott noch seine Freunde vorstellen. Dennoch beginnt der Schüler sich allmählich für seinen Walkman und die Art, wie dieser funktioniert, zu interessieren. So findet er nach drei Tagen heraus, dass jede Kassette auch eine zweite Seite hat. Und er bemerkt, dass der mit "Metal" beschriftete Schalter keineswegs eine Equalizer-Funktion zur Klangoptimierung stromverzerrter Rockmusik ist.

Der Versuch, durch ständiges Vor- und Zurückspulen eine Art Shuffle-Modus wie beim iPod zu erzeugen, endet für Scott allerdings in einem kleinen Desaster. Die Warnung des Vaters – "Walkmans essen Kassetten" – in den Wind schlagend, endet das Experiment im Bandsalat und für Scott ohne weitere Musik an diesem Tag. Ein weiterer Kritikpunkt des 13-Jährigen: die mit durchschnittlich zwölf Songs viel zu geringe Kapazität einer Kassette. Als großen Vorteil gegenüber dem iPod sieht Scott hingegen die doppelte Kopfhörerbuchse, mittels derer man zu zweit Musik hören kann. Beim iPod sei dafür ein Adapter notwendig, schreibt Scott.

Doch ob nun iPod oder Walkman: Am Ende einer Woche ist Scott überzeugt, dass unterwegs Musik zu hören jedenfalls besser ist als gar keine Musik zu haben.

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