Di, 21. November 2017

Heiße Quelle

29.06.2009 16:19

Im Innviertel soll Geothermie-Projekt entstehen

Die erste Bezirksstadt Österreichs, die ihren Wärmebedarf aus erneuerbarer Energie decken will, ist Ried im Innkreis: Gemeinsam mit der Nachbargemeinde Mehrnbach nützt sie deren unterirdisches Heißwasser-Vorkommen und errichtet mit der Energie AG das größte Geothermie-Projekt Österreichs.

Der Baubeginn ist nach Vorliegen aller Förderzusagen und Genehmigungen für Jänner 2010 vorgesehen. Die Erschließung der Heißwasserquelle in der Gemeinde Mehrnbach in 3.000 Meter Tiefe kostet rund 12,5 Millionen Euro. Die Errichtungskosten des Fernwärmenetzes in der Stadt Ried betragen rund 13 Millionen Euro, in der Gemeinde Mehrnbach etwa vier Millionen Euro. Die Gesamtinvestition beläuft sich damit auf rund 30 Millionen Euro, die Förderquote beträgt etwa 27 Prozent.

15.000 Tonnen CO2 werden eingespart
Ziel sei es, mit der 100 Grad heißen Quelle ab der ersten Ausbaustufe pro Jahr rund 55 GWh und im späteren Vollausbau rund 90 GWh Wärme zu erzeugen, so der Generaldirektor der Energie AG Oberösterreich, Leo Windtner (im Bild links). Rund 20 Trassenkilometer Leitungen müssen dazu verlegt werden, was aber gleichzeitig Wertschöpfung für die Region bringt, erklärte Umweltlandesrat Rudi Anschober (im Bild rechts). Außerdem würde man sich unabhängig machen von der fossilen Energieträgern und langfristig stabile Preise sichern, so Anschober weiter. In Summe könnten rund 15.000 Tonnen CO2 eingespart werden.

Bis 2020 soll Ried flächendeckend ohne fossile Energieträger auskommen. Im ersten Ausbauschritt sollen 2011 rund 250 Kunden im Rieder Stadtgebiet angeschlossen werden. In der Nachbargemeinde Mehrnbach, in der die Heißwasserquelle erschlossen wird, sollen die öffentlichen Gebäude und rund 150 Haushalte versorgt werden.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden