Mo, 20. November 2017

Mit 98,1 Prozent

29.06.2009 13:54

Haneder zum neuen AKNÖ-Präsidenten gewählt

Hermann Haneder ist der neue Präsident der Arbeiterkammer NÖ. Er wurde am Montag in der konstituierenden Vollversammlung mit 98,1 Prozent bzw. von 105 der 107 Kammerräte gewählt. Haneder folgt auf Josef Staudinger, der nach 15 Jahren an der Spitze der AKNÖ in den Ruhestand tritt und am Montag mit Applaus verabschiedet wurde.

"Wir müssen zunächst alles tun, um in der Wirtschaftskrise jeden Arbeitsplatz zu erhalten und sicherzustellen, dass arbeits- und sozialrechtliche Errungenschaften nicht im Windschatten der Krise entsorgt werden", skizzierte der neue Präsident in seiner Antrittsrede die Schwerpunkte der kommenden fünf Jahre.

Plädoyer für Gleichberechtigung
In der Interessenpolitik setzt Haneder auf Chancengleichheit in allen Bereichen: "Es kann nicht angehen, dass die Frauen inzwischen die höheren Schulabschlüsse haben, aber weiterhin weniger verdienen. Wir müssen von besseren Betreuungsangeboten bis zu mehr Gehaltstransparenz nicht nur reden, sondern auch Taten folgen lassen. Ich werde alles dran setzen, dass die AKNÖ ein lautes Sprachrohr für die Anliegen der Frauen wird."

Nicht vergessen dürfe man die Gleichstellung von Behinderten, so Haneder: "Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, wie wichtig erfüllende, sinnstiftende Arbeit gerade für Menschen mit Behinderung ist. Die bessere Öffnung des Arbeitsmarktes für Menschen mit besonderen Bedürfnissen und deren Unterstützung wird ein zentrales Zukunftsthema sein." Die AK werde auch dafür kämpfen, dass das öffentliche Pensionssystem erhalten bleibe und die Grundversorgung nicht ausgehöhlt werde.

"Gehe auf alle mit ausgestreckter Hand zu"
Beim Serviceangebot der Kammer will Haneder auf eine weitere Regionalisierung setzen. Die 21 Bezirks- und drei Außenstellen der AKNÖ müssten gestärkt werden. In Richtung Landesregierung und anderer Sozialpartner signalisierte der neue Präsident den Willen zur Zusammenarbeit: "Ich gehe auf alle Partner mit ausgestreckter Hand zu, ich verschließe mich keinem Gespräch." Kritik der Kammer werde nie einseitig sein, sondern vom Willen getragen, Probleme zu lösen.

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