So, 17. Dezember 2017

Beziehungsdrama

28.06.2009 09:14

Mann feuert auf Ex-Freundin und richtet sich selbst

Mit zwei Toten hat am Freitagabend ein Beziehungsdrama in Salzburg-Parsch geendet. Ein 78-jähriger Mann feuerte auf offener Straße auf seine Ex-Freundin und richtete sich anschließend selbst. Die 64-Jährige starb wenig später im Spital. Der Pensionist hatte seit längerem damit gedroht, die Frau umzubringen, falls sie die Beziehung beenden sollte. Zahlreiche Passanten wurden Zeugen der Bluttat.

Die beiden Salzburger waren seit 2007 ein Paar, obwohl der 78-Jährige noch verheiratet war. Bereits seit einem Jahr habe es laut Polizei aber laufend gekriselt. Die Frau, die am Sonntag, ihren 65. Geburtstag gefeiert hätte, hat schon im Vorjahr ihrer besten Freundin immer wieder von Beziehungsproblemen berichtet. Schon damals habe sie erzählt, dass ihr Partner ihr mit dem Tod gedroht hatte, sollte sie sich von ihm trennen. Vor vier Wochen beendete die Frau die Beziehung.

Am Freitag machte der Pensionist seine Ankündigung dann wahr: Die Pensionistin wartete nach 19 Uhr auf dem Parkplatz vor ihrer Wohnung auf die Freundin und deren Gatten, weil sie gemeinsam essen gehen wollten. Plötzlich tauchte ihr Ex-Freund auf. Laut Zeugenaussagen kam es zu einem kurzen Streit, bei dem der 78-Jährige bereits handgreiflich wurde. Plötzlich zog er eine Pistole, schoss vermutlich einmal in die Luft und anschließend mehrmals auf seine frühere Geliebte. Danach schoss er sich in den Mund.

Zahlreiche Passanten wurden Zeugen der Bluttat
Der 78-Jährige war auf der Stelle tot, das Opfer erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Die Frau wurde vom Notarzt versorgt und ins Krankenhaus eingeliefert, wo sie aber schon nach kurzer Zeit verstarb. Laut Polizei hatte sie sowohl am Kopf als auch im Bauch Schussverletzungen.

Zahlreiche Menschen wurden Zeugen des Dramas. "Ich habe bei mir in der Wohnung gesessen. Auf einmal habe ich Hilferufe einer Frau und kurz danach fünf Schüsse gehört. Als ich die Polizei angerufen habe, war schon alles zu spät. Das war ein ungutes Gefühl", sagte ein Hausbewohner zum ORF-Radio. Eine Familie mit Kleinkind, die die Bluttat mitansehen musste, wurde vom Roten Kreuz psychologisch betreut.

Waffe einst legal erworben
Der 78-Jährige hatte die Waffe einst legal mit einer Waffenbesitzkarte erworben, diese aber schon in den 1970er-Jahren an einen Bekannten übertragen und vor sechs Jahren auch die Karte zurückgelegt. Somit besaß er die Pistole nicht mehr legal, betonte die Polizei. Wie er wieder an die Waffe gelangte, müsse nun geklärt werden.

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