So, 17. Dezember 2017

Durchfall-Alarm

27.06.2009 11:10

40 Erkrankte durch verunreinigtes Trinkwasser

Erste Bilanz nach dem dreitägigen Hochwasser in Oberösterreich: An Gebäuden und Fluren entstanden knapp sechs Millionen Euro Schaden. Allerdings gefährdet die Flut auch die Gesundheit: In Steinbach am Attersee erkrankten mindestens 40 Bewohner, weil Überschwemmungen ihr Trinkwasser verseucht hatten.

Freitag Vormittag bekam Steinbachs Bürgermeister Franz Kneißl aus dem Labor die Bestätigung: Das Trinkwasser für 860 Bewohner der Atterseegemeinde ist mit Koli- und Ischeria-Bakterien sowie mit Enterokokken verseucht. Bisher sind schon 40 Bewohner bekannt, die an Brechdurchfall erkrankten.

„Das Wasser vor dem Genuss mindestens drei Minuten lang abkochen, Babynahrung mit Mineralwasser zubereiten“, rät Bürgermeister Kneißl seinen Gemeindeschäfchen für die nächsten 14 Tage: „Die Bakterien dürften durch Überschwemmungen in die drei Quellen gelangt sein, aus denen Steinbach/Attersee sein Trinkwasser bezieht. Derzeit wird an einer Notversorgung durch Brunnen in Weißenbach gearbeitet.“

600 Hektar Felder und 150 Gebäude beschädigt
Nach einer ersten Bilanz wurden in Oberösterreich auf 600 Hektar landwirtschaftlichen Flächen eine Million, an 150 Gebäuden knapp fünf Millionen Euro Schaden verursacht. Im Machland wurde auf oberösterreichischer Seite bei 15, im niederösterreichischen Teil bei 150 Bauern die gesamte Mais-, Gersten- und Weizenernte völlig zerstört. „Glück“ hatten nur 80 Absiedler.


von Johann Haginger und Claudia Prietzel, "OÖ-Krone"

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