So, 19. November 2017

Sabotageakt

26.06.2009 08:49

Millionenteure Baumaschinen ruiniert

Die Ermittler schließen einen gezielten Racheakt eines Konkurrenten nicht aus: Saboteure haben in Aurach am Hongar drei Baumaschinen lahmgelegt, mit denen dort Schotter für die nahe Baustelle auf der Westautobahn abgebaut wurde. Der Sachschaden beträgt 64.000 Euro, der Anschlag könnte die Schotterfirma ruinieren.

Im Zuge einer Ausschreibung hatte ein Landwirt in der Ortschaft Weixelbaum bei Aurach bescheidmäßig die Erlaubnis bekommen, auf seinem Grundstück Schotter abzubauen. Ein regionaler Kleinunternehmer erhielt dann im Zuge einer Ausschreibung von der Asfinag den Zuschlag zur Schotterlieferung für die Sanierung der Westautobahn zwischen Regau und Seewalchen. Er baut seit Monaten am Grund des Landwirts das Baumaterial ab, das von mehreren Fuhrunternehmen zur A1 gebracht wird.

„Warnschuss“ vor zwei Monaten
Bereits vor knapp zwei Monaten gab es einen ersten „Warnschuss“, berichten zuständige Schörflinger Polizisten: Bei den Baumaschinen wurden die Scheiben eingeschlagen. Doch nun leisteten Saboteure ganze Arbeit: In der Zeit zwischen 17. und 24. Juni zapften sie bei einem Bagger nicht nur 270 Liter Diesel ab, sondern füllten auch noch in die Hydraulik eines Radladers Sand und ins Getriebeöl einer Planierraupe offenbar selbst mitgebrachte Metallspäne. Als die Maschinen dann gestartet wurden, hatten deren Motoren binnen weniger Augenblicke Totalschaden!

„Der Schotterunternehmer hatte die Arbeitsmaschinen im Wert von mindestens einer Million Euro extra für diesen Asfinag-Auftrag angekauft – zum Sachschaden kommt nun Arbeitsausfall dazu, das könnte ihn ruinieren“, fühlen die Ermittler mit dem Opfer und versprechen: „Wir setzen alles daran, um den Saboteur rasch ausforschen zu können!“

von Johann Haginger, „OÖ-Krone“
Symbolbild

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