Do, 19. Oktober 2017

2009 noch skeptisch

23.06.2009 12:57

Wirtschaft für 2010 schon vorsichtig optimistisch

Die Wirtschaft im Bundesland Salzburg zeigt vorsichtigen Optimismus. Dem kommenden Halbjahr sieht sie zwar noch recht skeptisch entgegen, ab 2010 ist aber ein Silberstreif am Horizont zu erkennen. Das ergab eine Konjunkturumfrage der Wirtschaftskammer Salzburg, deren Ergebnisse am Dienstag vorgestellt wurden. Dank einer guten Branchen- wie Betriebsgrößenstruktur sei die Krise in diesem Land nicht gar so arg wie anderswo ausgefallen, sagte Kammerpräsident Julius Schmalz.

Die Wirtschaftsleistung im Land sei recht gleichmäßig auf viele Branchen verteilt, auf Tourismus, Gewerbe, Handel und Dienstleistung, was das Ausmaß der Krise abfedern konnte. Und die vielen Klein- und Mittelbetriebe würden auch nicht so rasch Mitarbeiter entlassen, die sie später bei einem neuen Aufschwung wieder brauchen, sagte Schmalz. Nur zwei Sparten habe es besonders getroffen, die Industrie und den Bereich Transport/Verkehr, so Studienautor Bernd Gaubinger.

60 Prozent erwarten gute Entwicklung
Ein gutes Viertel der Salzburger Unternehmer beurteilt die aktuelle Geschäftslage als gut, im November war es noch jeder Dritte. 43 Prozent sind zumindest zufrieden, während nun fast jeder Dritte von einer schlechten Lage spricht, das sind doppelt so viele wie vor einem halben Jahr. Bis Jahresende erwarten sechs von zehn Unternehmern eine gute oder saisonübliche Entwicklung, knapp 40 Prozent haben schlechte Erwartungen; im November war es nur ein Viertel.

Verschlechterung der Lage befürchtet jeder Dritte
Für das kommende Jahr rechnen immerhin 55 Prozent der Betriebe mit einer gleich bleibenden Entwicklung und gut zehn Prozent mit einer Besserung, was deutlich bessere Werte sind als im November (45 bzw. fünf Prozent), eine Verschlechterung befürchtet nur mehr jeder Dritte, vor einem halben Jahr war es noch jeder Zweite.

Konjunkturpakete mit erwünschter Wirkung
Die Maßnahmen der Politik hätten sich auf jeden Fall bewährt, meinte der Präsident. Die Konjunkturpakete des Bundes wie auch des Landes hätten die erwünschte Wirkung erzielt, und die Steuerreform habe dazu beigetragen, dass die Konsumenten mehr Geld ausgeben können, was dem Handel zu Gute komme, so Schmalz.
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