Di, 21. November 2017

Kulturbaden

22.06.2009 10:39

Eine schräge Reise mit verführerischen Nixen

Ertrunkene haben sich in Ottensheim ihre Anderswelt geschaffen. Besucher von „Kulturbaden“ erleben eine schräge Reise, bei der Nixen versuchen, sie zum Ertrinken zu verführen. Genieße dieses fantasievolle Kulturbad, aber sei auf der Hut!

„Frische Buchstaben zu verkaufen, meine sind die Besten“, wickelt mich Rochus schon zu Beginn dieser skurrilen Tour (1. Teil: „Kehrwasser“) ein, bis ich ihm ein weißes „J“ aus dem schwarzen Meer abkaufe. Nicht mit Geld, sondern mit einer Geschichte. Denn Geld ist verboten, höre ich da schon den Admiral (Paul Hoffmann) die Regeln verlautbaren. Als Strafe droht er uns Schläge mit nassen Waschlappen an. Denn die Ertrunkenen haben sich von allen irdischen Werten und der Spießerwelt verabschiedet und leben nun in ihrer Anderswelt.

Regisseur Joachim Rathke hat mit den Autoren Rudolf Habringer, Andreas Jungwirth und Stephan Roiss die unzähligen Figuren entwickelt, die das Publikum auf dem Weg an der Donau trifft: Flaschenpostler, Buchstabenwäscherinnen oder jodelnde Polizisten. Teils echte Schauspieler, teils Laien aus Ottensheim. Auch wenn man anfangs skeptisch ist, gerät man schnell in ihren Bann.

Lockruf der Wasserwesen verzaubert die Besucher
Spätestens auf der pflanzenüberwucherten Insel lauscht man verzaubert den Lockrufen der Wasserwesen, sieht ihnen beim Tanzen im Schlamm zu und spielt mit bei der „Symphonie der wunderbaren Welle“. Mitmachen ist nämlich erwünscht. Am Abend finden sich dann alle zum zweiten Teil („Ertrinken“) ein und lauschen in der Dämmerung dem Seemannsgarn der Andersweltler und dem unheimlichen Geschrumme des Kontrabassisten (Marcus Huemer). Bei Schönwetter findet am kommenden Sonntag „Linzschwimmen“ statt, wobei man auf Flößen oder schwimmend, begleitet von der „Zwei-Kilometermusik“ (Gigi Gratt), Linz ansteuert. Bei Schlechtwetter sind feste Schuhe (Gummistiefel!) und warme Kleidung zu empfehlen.

Weitere Termine: 4./5. Juli, 11./12. Juli, 25./26. Juli und 1./2. August.

von Jasmin Gaderer, „OÖ-Krone“

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