Sa, 18. November 2017

Polizei gegen Poller

19.06.2009 17:24

„Beamte stehen sicher nicht zur Verfügung“

Am 8. Juli soll im Gemeinderat die Poller-Entscheidung fallen - gegen den rot-blau-grünen Schulterschluss steht nur die ÖVP. Jetzt hat Stadtvize Harald Preuner Unterstützung bekommen, denn auch die Polizei ist dagegen. Kommandant Manfred Lindenthaler hat wenig Freude damit, dass seine Beamten als Wächter herangezogen werden.

Es war ein Katalog mit 40 Poller-Fragen, die Salzburgs VP-Vizebürgermeister Harald Preuner an Bürgerliste-Stadtrat Johann Padutsch geschickt hatte. "Als die Antworten kamen", berichtet Preuner, "da stand dann oft der Satz zu lesen: 'Mit Polizei abgesprochen.'"

Polizei bisher nicht informiert
Preuner setzte sich daraufhin mit Stadtpolizeichef Manfred Lindenthaler zusammen, der sich erstaunt gab: "Wir wurden über das Konzept bisher nicht informiert, es wurde bisher auch nichts abgesprochen."

Beamte stehen nicht zur Verfügung
Und er stellte gleich klar: "Unsere Beamten stehen dafür mit Sicherheit nicht zur Verfügung." Es könne nicht sein, dass etwa die Polizisten vom Wachzimmer Rathaus "Codes verwalten, Fernbedienungen ausgeben oder Kautionen einheben."

Auch Feuerwehr skeptisch
Und auch Eduard Schnöll, Chef der Berufsfeuerwehr zeigt sich eher skeptisch, auch wenn er sich die versenkbare Variante vorstellen kann: "Wir melden aber Bedenken bei den fixen Pollern an. Die werden oft zugeparkt. Im Ernstfall behindert das unsere Einsätze." Am Montag wird eine offizielle Stellungnahme der Feuerwehr an die Stadtregierung ergehen.

von Harald Brodnig, Kronen Zeitung

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