Sa, 18. November 2017

Beziehungskrieg

17.06.2009 13:22

Dauerkonflikt endet trotz Therapie mit Mord

Was Eltern, Richter und Ärzte befürchten mussten, hat keiner verhindern können: Der Schwertberger Gewaltäter war zu einer einjährigen Alkohol- und Aggressionstherapie verurteilt worden – trotzdem endete sein zweijähriges Beziehungsdrama mörderisch. Warum er seine Freundin erstach, weiß er selbst nicht mehr.

Alkohol und Aggression hatten den süchtigen Leasing-Arbeiter Christopher Erhart schon vor vier Jahren mit dem Gesetz in Konflikt gebracht: Weil ein Freund im Suff mit einer geworfenen Vase sein großflächiges Rücken-Tattoo mit einem lachenden und einem traurigen Gesicht verletzt hatte, griff der Schwertberger in Ansfelden wutentbrannt zu einem Fleischerbeil. Und verletzte damit die Hand des Kontrahenten. Dafür bekam der Gewalttäter außer einem Jahr bedingt auch eine einjährige stationäre „Kur“ verordnet, in der seine Aggressionen samt Alkoholkrankheit behandelt wurden.

Dauerkonflikt um Lappalien
„Es hat ihm gut getan, er hat sich lange gehalten“, glaubt seine Mutter noch heute: „Ich will das Mädchen zwar nicht durch den Dreck ziehen, aber zum Streiten und Saufen gehören zwei.“ Deren Dauerkonflikt um Lappalien eskalierte vor einem halben Jahr erstmals blutig: Er ging mit einem Messer auf die Frau los und flog durch eine Glastür. Der Täter erlitt Biss- und Schnittwunden an der Hand und am Unterleib, das Opfer musste am Auge genäht werden.

Mordopfer hat Freund angezeigt
Notwehr? Das Strafverfahren wurde eingestellt. Doch Pia Mercedes Strohmaier zeigte ihren gewalttätigen Freund, von dem sie nicht lassen konnte, kürzlich neuerlich an: Er hätte unbefugt ihr Auto benützt, in dem er am Sonntag nach der Bluttat geflüchtet ist und verfolgt wurde.

Kronen Zeitung

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