Sa, 18. November 2017

Auf A1 verhaftet

15.06.2009 18:12

Hassliebe endet mit Tragödie

Vom Walserberg bis nach Ansfelden (Oberösterreich) ist am Sonntag die Jagd nach einem mutmaßlichen Mörder auf der Westautobahn gegangen: Der arbeitslose Christopher E. (24) soll im oberösterreichischen Schwertberg seine Freundin mit einem Messer erstochen haben. Dann flüchtete er, die Verfolgungsjagd begann.

Sie küssten und sie schlugen sich. "Es war eine Hassliebe", berichten die Ermittler. Christopher E., als Leasing-Arbeiter derzeit beschäftigungslos, wegen mehrerer Drogen-Delikte amtsbekannt und seine 21-jährige Freundin, sportlich durchtrainiert, früher spielte sie sogar als Volleyballerin im Landeskader.

Schwerwiegende Auseinandersetzung vor sechs Monaten
Erst im Dezember hatten sich die beiden bei einer Auseinandersetzung Schnitt- und Bissverletzungen zugefügt, übernächste Woche hätte sie deswegen auch vor Gericht erscheinen müssen. Die junge Frau war danach längere Zeit im Krankenstand, aber auch aus der gemeinsamen 60-Quadratmeter-Erdgeschoß-Wohnung verwiesen worden.

Opfer lag tot in der Badewanne
"Möglicherweise war das der Grund für den jetzigen Streit", vermuten die Ermittler. In der Nacht zum Sonntag jedenfalls hörten Nachbarn "Schreie aus der Wohnung". Danach war es jedoch totenstill. Die 21-Jährige wurde später von der Polizei in der Badewanne liegend aufgefunden: tot. Die fast 18 Zentimeter lange Klinge eines Messers hatte ihr die Halsschlagader durchtrennt.

Verfolgungsjagd quer durch Salzburg
Christopher E. flüchtete danach mit dem schwarzen Fiat Stilo seiner toten Freundin, suchte seine Mutter und Großmutter auf, lieh sich Geld und wechselte seine blutverschmierte Kleidung. "I drah mi jetzt ham", soll er dann gesagt haben, bevor er mit dem Auto, über Deutschland kommend, vom Walserberg weiter über die A 1 in Richtung Linz fuhr. Da hatte die Polizei bereits alle Abfahrten mit Fahrzeugen besetzt und verfolgte ihn.

Cobra konnte bei Ansfelden zuschlagen
Auch "Krone"-Reporter Markus Tschepp war live dabei: "Er fuhr wie ein Wahnsinniger, oft mit Tempo 200, gefährdete dabei auch viele andere Verkehrsteilnehmer." Bei Ansfelden war jedoch Endstation. Die Polizei hatte dort extra einen Stau provoziert. Der Verdächtige musste den Fiat stoppen – und damit konnte die Spezialeinheit Cobra zugreifen.

Kronen Zeitung

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