Do, 19. Oktober 2017

Mordverdacht

04.06.2009 08:20

Tote mit Stichverletzungen im Wald gefunden

Mord oder Selbstmord? Eine erstochene Frau in Rohrbach gibt Rätsel auf: Weil kein Messer neben der Leiche lag, die mit Dutzenden Schnitt- und Stichwunden bei der Wallfahrtskirche Maria Trost gefunden wurde, gehen die Ermittler von einem Gewaltverbrechen aus.

Die 59-jährige Margarethe H. (Bild) war schon am 25. Mai von ihrem Lebensgefährten als abgängig gemeldet worden, soll aber noch drei Tage später gelebt und gezecht haben, sagen Zeugen. Erst am Pfingstmontag fanden Spaziergeher die Tote 200 Meter von der Kirche und eineinhalb Kilometer von der Wohnung entfernt in einem Wald. Der sofort alarmierte Linzer Gerichtsmediziner Dr. Johann Haberl stellte fest, dass die Frau etwa drei bis vier Tagen vorher verblutet sei.

Tiefe Messerstiche und kleinere Stichwunden
Neben vier tieferen Messerstichen im Oberkörper würden jedoch zahlreiche leichtere, parallele Schnittwunden darauf hinweisen, dass sie sich selbst die Kleidung hochgeschoben und die Verletzungen zugefügt hätte: „Aber es gibt auch einen vorgetäuschten Suizid“, erinnert sich der Obduzent an ein blutjunges Mordopfer, dem einst ein Heimleiter die Pulsadern geöffnet und eine Drogenspritze hingelegt hatte, um sein Verbrechen als Verzweiflungstat zu tarnen. Der Rohrbacher Fall bleibt mysteriös, so lange die Tatwaffe fehlt: Am Mittwoch wurde neuerlich die Umgebung von Maria Trost nach einem Messer abgesucht. Die Linzer LKA-Mordermittler glauben, dass der Fundort auch der Tatort ist, und bitten um Zeugenhinweise unter der Telefonnummer 20 59 133/40-33 33.

"OÖ-Krone"

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