So, 21. Jänner 2018

Positive Resonanz

30.05.2009 14:38

Steirische Politik begrüßt Magnas Opel-Deal

Mit Argusaugen hat man vor allem in der Steiermark den Poker um Opel beobachtet. Schließlich ist Magna einer der größten privaten Arbeitgeber hierzulande. Jetzt, da alles unter Dach und Fach ist (siehe Bericht in der Infobox), kommt Applaus von der Politik. Landeshauptmann Voves etwa ortet "positive Auswirkungen".

Kurzarbeit, Entlassungen und freiwilliger Lohnverzicht sorgten in den vergangenen Monaten für miese Stimmung unter den Tausenden Arbeitern und Angestellten in den steirischen Werken. Seit Samstag früh ist aber wieder so etwas wie Aufbruchstimmung spürbar.

Standortgarantie für Graz gilt
Das Engagement bei Opel könnte zusätzliche Aufträge - vor allem im Allrad- und Entwicklungsbereich - bringen, so die Hoffnung der Magna-Hackler. Aus Unternehmenskreisen heißt es gegenüber der "Steirerkrone", die Standortgarantie für Graz gelte, die Fertigung   einiger Fahrzeugmodelle werde programmgemäß starten.

Applaus kommt aus der Politik: Landeschef Voves geht davon aus, "dass sich die stärkere Auto-Nischenproduktion positiv" auswirken werde. Sein ÖVP-Stellvertreter Schützenhöfer hofft auf eine "gute Zukunft der steirischen Standorte" und Wirtschaftslandesrat Buchmann erwartet sich die Schaffung neuer Jobs.

Die "Steirerkrone" hat sich im Land umgehört, und die Leute gefragt, was sie von dem Deal halten:

  • Walter S., Magna-Betriebsrat: "Ich bin seit 1978 bei Magna. Die Übernahme ist gut, da wir auch Zugriff auf den russischen Automarkt haben."
  • Alexandra R., Magna-Mitarbeiterin: "Ich bin seit 2001 bei Magna in Ilz und hoffe, dass durch den Deal jetzt wieder Leute zurückgeholt werden, die entlassen wurden."
  • Eva F., Verkäuferin: "Ich halte das Engagement bei Opel nicht für gut. Stronach soll besser auf die Steiermark schauen und hier die Arbeitsplätze sichern. Ich kenne nämlich einige, die entlassen worden sind."
  • Karl S., Magna-Mitarbeiter: "Ich bin überzeugt, dass jetzt sogar mehr Arbeitsplätze geschaffen werden."
  • Johanna H., Selbstständige: "Ich wünsche mit, dass sich die Situation im Grazer Werk jetzt verbessert. Ein Impuls für den steirschen Automarkt wär immens wichtig."

von Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"

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