Sa, 20. Jänner 2018

Giro d'Italia

31.05.2009 19:19

Mentschow holt sich trotz Sturz den Gesamtsieg

Denis Mentschow hat sich seinen ersten Sieg beim Giro d'Italia trotz eines Sturzes auf der Schlussetappe am Sonntag nicht mehr nehmen lassen. Der 31-jährige Russe gewann die 92. Auflage der Italien-Radrundfahrt vor den Italienern Danilo di Luca (0:41 Min. zurück) und Franco Pellizotti (1:59). Der Rabobank-Profi war mit 20 Sekunden Vorsprung in das abschließende Zeitfahren über 14,4 km gegangen. 900 Meter vor dem Ziel stürzte er auf regennasser Fahrbahn, fuhr mit dem Ersatzrad weiter und blieb als Etappen-Zehnter trotzdem noch 21 Sekunden vor Di Luca.
Der Tiroler Thomas Rohregger beendete seine erste dreiwöchige Landesrundfahrt als bester Fahrer seines deutschen Milram-Rennstalles auf Platz 29. Dem 26-jährige Kramsacher, der sich in der ersten Woche in den Top 20 gehalten hatte, fehlten in der Endabrechnung 57:13 Minuten auf Mentschow. Die abschließende 21. Etappe über 14,4 Kilometer gewann der Litauer Ignatas Konovalovas (Cervelo), der allerdings zu Rennbeginn von trockenem Untergrund profitierte.


Mentschow ist nach Jewgenij Bersin (1994) und Pawel Tonkow (1996) der dritte russische Giro Sieger. Der Giro-Triumph ist für ihn nach den Siegen bei der Vuelta a Espana 2005 und 2007 der dritte Triumph bei einer der drei großen Landesrundfahrten. Den Grundstein für seinen Erfolg zum 100-Jahr-Jubliläum des Giro hatte er mit seinem Sieg im 62-km-Zeitfahren in den Cinque Terre gelegt.


Armstrong auf Platz 12

US-Superstar Lance Armstrong präsentierte sich einen Monat nach seinem Schlüsselbeinbruch bei seinem Giro-Debüt bereits wieder in starker Form, der siebenfache Tour-de-France-Sieger beendete die Rundfahrt mit 16 Minuten Rückstand auf Platz zwölf. Auf der Schlussetappe wurde der einst bärenstarke Zeitfahrer mit 1:19 Minuten Rückstand knapp vor Rohregger (1:21) 53. Armstrong agierte wie viele andere auf dem nassen Untergrund betont vorsichtig.


Sein US-Landsmann und Astana-Teamkollege Levi Leipheimer, der als Mitfavorit auf den Sieg gehandelt worden war, zeigte in den Bergen einige Schwächen und wurde hinter Tour-de-France-Sieger Carlos Sastre und Ex-Giro-Triumphator Ivan Basso Gesamt-Sechster.
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