Fr, 19. Jänner 2018

"Nicht finanzierbar"

29.05.2009 11:57

Ausgaben für Altenbetreuung explodieren

Die Ausgaben der Stadt Graz für Pflegeheime sind seit dem Jahr 2000 von 7,53 Millionen Euro auf 16,15 Millionen explodiert – eine Steigerung von 114 (!) Prozent. Ein Ausblick auf 2015 verheißt Kosten von 34,73 Millionen. Finanzstadtrat Gerhard Rüsch: "Mit den jetzigen Regelungen ist das System nicht mehr finanzierbar!"

Insbesondere die hohen Forderungen der privaten Heimbetreiber – die Stadt zahlt Tagsätze, die jährlich angepasst werden – will Rüsch nicht länger hinnehmen: "Die Regeln des Landes Steiermark sind schwammig. Private müssen keine Zahlen vorlegen, die belegen, ob ihre Forderungen angemessen sind."

2009 Erhöhung um fast zehn Prozent
Derzeit ist es so, dass eine Kommission über die Erhöhungen der Tagsätze bestimmt – in der die Stadt Graz, obwohl 40-Prozent-Zahler, nichts zu melden hat. Rüsch: "Das muss sich ändern." 2009 gab es eine Erhöhung der Tagsätze um knapp zehn Prozent. Rüsch: "Einige Pflegeheimbetreiber haben mir im Vertrauen gesagt, dass sie eine so hohe Anpassung gar nicht benötigt hätten, um ihre Kosten zu decken..."

An Qualitätsstandards will Rüsch nicht rütteln
Rüsch fordert eine jährliche, geringe Basisanpassung: "Wer mehr will, soll das durch Zahlen belegen, die dann von einem Wirtschaftsprüfer unter die Lupe genommen werden." An den hohen Qualitätsstandards, die auch Kostentreiber in den Heimen sind, will Rüsch nicht rütteln: "Es geht darum, diese Standards auch für die Zukunft abzusichern."

von Gerald Richter, "Steirerkrone"

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