Mi, 17. Jänner 2018

Hoch soll er leben

28.05.2009 13:16

Barcelona feiert Triple-Trainer Guardiola

Der FC Barcelona hat sich am Mittwochabend mit dem 2:0-Finalsieg in der Champions League gegen Manchester United einen Eintrag in die spanischen Geschichtsbücher gesichert. Zum ersten Mal ist es einem Club aus dem Europameister-Land gelungen, nach dem nationalen Double auch die Königsklasse zu gewinnen. "Wir sind nicht das beste Team der Geschichte, aber wir haben die beste Saison der Geschichte gespielt", sagte Josep "Pep" Guardiola, der die Katalanen gleich in seiner ersten Trainersaison zum "Triple" geführt hat.

Der Erfolg der Katalanen und damit die gleichzeitige Entthronung des Titelverteidigers war völlig verdient, immerhin konnte Manchester den Spaniern nur in den ersten zehn Minuten wirklich Paroli bieten. "Wir sind sehr schlecht gestartet, aber das Tor hat uns die nötige Ruhe gebracht. Danach haben wir ein gutes Spiel gemacht, wir sind sehr glücklich", resümierte Guardiola. Der 38-Jährige avancierte zum drittjüngsten Trainer in der 54-jährigen Geschichte des Bewerbs (inklusive Meistercup), der die Champions League gewann. Dem Ex-Barcelona Spieler gelang es zudem auch erst als drittem nach seiner Tätigkeit als Spieler 1992 mit demselben Club auch als Trainer in der Königsklasse zu triumphieren.

"Wenn du den Ball nimmst, attackierst und etwas wagst, hast du mehr Chancen zu gewinnen. Wir waren im Spiel nie feige, es ist nichts gefährlicher, als kein Risiko einzugehen", verriet Guardiola seine Spiel-Philosophie. Mit dem Mittelfeld-Duo Iniesta/Xavi sowie dem Traumsturm Messi/Eto'o/Henry hat der Coach natürlich auch das derzeit wohl beste vorhandene Spielermaterial dafür zur Verfügung. Der dritte Erfolg nach 1992 und 2006 sei der Lohn für die vielen, vielen harten Trainingsstunden während der Saison.

Pep, der majestätische Manager
Die Leistungen des Erfolgscoaches wurden auch von Barcelona-Präsident Joan Laporta in den Mittelpunkt gerückt. "Pep hat in dem einen Jahr ein geniales Team geformt. Der Spielstil hat Wurzeln in der Philosophie von Johan Cruyff, aber genauso hat er etwas Neues geschaffen", sagte der Vereinsboss. Man könne nun mit großer Freude und Stolz verkünden, bei der Verpflichtung des unerfahrenen Trainers als Nachfolger des Niederländers Frank Rijkaard im vergangenen Juni die richtige Entscheidung getroffen zu haben. "Wir haben einen Trainer, der das Team majestätisch managt, mit großer Qualität und viel Talent", fügte Laporta hinzu.

Nach der Übernahme des Siegerpokals von Kapitän Carles Puyol feierten die Spanier ausgelassen die Wachablöse im europäischen Fußball. "Das ist der wichtigste Sieg meines Lebens", meinte der 2:0-Torschütze Lionel Messi. Dessen Mittelfeldkollege Xavi, der die Vorarbeit zum 2:0 von Messi leistete, wurde übrigens zum Mann des Abends gewählt.

Neuer Fußball-MESSIas
Messi selbst kam aber auch nicht zu kurz: Der 21-jährige Argentinier erzielte beim 2:0-Erfolg vom FC Barcelona gegen Manchester United in der 70. Minute den zweiten Treffer und sicherte sich mit insgesamt neun Toren als jüngster Spieler überhaupt auch die Torjägerkröne. Der argentinische Teamstürmer stellte somit auch ManUs Cristiano Ronaldo in den Schatten, den er wohl im kommenden Jahr als Weltfußballer des Jahres ablösen wird. "Das war der wichtigste Sieg meines Lebens. Ich bin der glücklichste Mann auf Erden", betonte Messi.

Der nur 1,69 Meter große Stürmer hatte ausgerechnet per Kopf für die Entscheidung gesorgt und in der Folge mit leuchtenden Augen die Messi-Sprechchöre der rund 30.000 Barca-Fans genossen. "Messi hat eine großartige Saison gespielt, viele Tore erzielt und entscheidende Pässe gegeben. Er ist der beste Fußballer der Welt, wir hätten aber nicht gewinnen müssen, um das zu wissen", lobte Barca-Coach Josep Guardiola seinen Stürmerstar.

Ronaldo weiß nicht ober er bei ManU bleibt
Cristiano Ronaldo hatte auf der anderen Seite vor allem zu Beginn mit einem gefährlichen Freistoß und zwei Weitschüssen gute Momente, alles in allem lieferte der mit Abstand beste Manchester-Spieler am Platz aber eine zu ineffiziente Vorstellung ab. Die ständigen Diskussionen über ein Privatduell mit Messi konnte der Portugiese gar nicht mehr hören. "Es war ein Duell Manchester gegen Barcelona und nicht das Duell von irgendjemand Speziellem", betonte Ronaldo. Während Messi keinen Gedanken an einen Transfer verschwendet, ist die Zukunft des portugiesischen Teamkapitäns noch ungewiss. "Ich weiß es nicht", antwortete Ronaldo auf die Frage, ob er auch in der kommenden Saison beim englischen Meister spielen werde...

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden