Di, 21. November 2017

Unwetter

27.05.2009 14:51

Heftige Unwetter über Oberösterreich

Heftige Unwetter sind in der Nacht auf Mittwoch mit schweren Gewittern und Sturmböen über Oberösterreich hinweggezogen. Sie hinterließen eine Spur der Verwüstung. Baume stürzten um, Keller liefen voll, zehntausende Haushalte blieben ohne Stromversorgung. Ein Mann wurde schwer verletzt.

Ein 26-jähriger Arbeiter wurde in Friedburg im Bezirk Braunau von einer Windböe erfasst und von einem Dach geworfen. Als der Sturm im Innviertel loslegte, wollten die Arbeiter noch die letzten Dachelemente auf dem Fertighaus anbringen. Doch dieser Einsatz endete für einen 26-Jährigen fatal. Eine Windböe hob ein Dachelement aus. Der Mann, der darauf stand, wurde elf Meter in die Tiefe geworfen. Er landete in einem angrenzenden Bach. Büsche und Sträucher dämpften seinen Fall ab, was - nach Angaben der Polizei - vermutlich Schlimmeres verhinderte. Er erlitt schwere Verletzungen.

2.000 Feuerwehrleute im Dauereinsatz
Die Feuerwehren des Landes waren mit rund 2.000 Leuten im Dauereinsatz. Im Laufe des Abends gingen mehr als 200 Notrufe ein. Meist mussten die Helfer überflutete Keller auspumpen oder umgestürzte Bäume entfernen. In Steyr wurde ein ganzes Baugerüst aus seiner Verankerung gerissen und stürzte um. Fünf geparkte Autos wurden von den Gerüstteilen begraben und zum Teil erheblich beschädigt.

Bilder der Unwetternacht findest du in der Infobox!

Stromausfall nach Blitzeinschlag im Umspannwerk
In Grieskirchen wurde ausgerechnet ein Umspannwerk vom Blitz getroffen. Der ungewöhnliche Volltreffer legte die gesamt Anlage lahm und verursachte erheblichen Sachschaden. 22.000 Kundenanlagen waren plötzlich ohne Strom. Den Technikern der Energie AG gelang es, die Schäden noch in der Nacht so weit zu beheben, dass alle Kunden bis zum Morgengrauen wieder versorgt werden konnten.

Neben Grieskirchen waren vor allem die Bezirke Braunau, Ried im Innkreis, Vöcklabruck, Wels-Land, Eferding, Schärding, Urfahr-Umgebung, Kirchdorf, Linz-Land, Steyr-Stadt und Rohrbach betroffen.

Symbolbild

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