Do, 26. April 2018

Ex-Kapitän fehlt

26.05.2009 13:33

Constantini verzichtet erneut auf Ivanschitz

Dietmar Constantini lässt den ehemaligen ÖFB-Kapitän Andi Ivanschitz weiter schmoren. Der Teamchef verzichtet wie schon beim 2:1-Sieg gegen Rumänien auch im zweiten Spiel seiner Amtszeit auf den Burgenländer, der erst vor wenigen Tagen gesagt hat, dass er sich die Kapitänsschleife von Emanuel Pogatetz zurückholen will. Während der Panathinaikos-Legionär im 23-köpfigen Aufgebot für das WM-Qualifikationsspiel am 6. Juni in Serbien nicht aufscheint, wird hingegen Martin Stranzl, der zuletzt gegen Rumänien ebenfalls nicht einberufen worden war, ein Comeback feiern.

Neben Ivanschitz sah Constantini unter anderem auch von einer Einberufung der Legionäre Jürgen Säumel vom FC Torino und Andreas Ibertsberger von Hoffenheim ab. Vom Stammpersonal fehlen Neo-Kapitän Pogatetz, Marko Arnautovic, Christian Fuchs und Christoph Leitgeb zudem verletzt. Zwei Spieler stehen erstmals im ÖFB-Kader: Ekrem Dag, der mit Besiktas Istanbul in der Türkei um den Meistertitel spielt, und Jakob Jantscher von Sturm Graz.

Die öffentliche Kritik Ivanschitz', der bis zuletzt auf eine Einberufung gehofft hat, ist für Constantini nicht der Grund für die Nicht-Nominierung: "Ich bin in keinster Weise böse. Er ist ein sehr verdienstvoller Spieler, aber momentan ist er nicht dabei. Das heißt aber nicht, dass er für immer weg ist." Zuletzt kam Ivanschitz bei Panathinaikos kaum zum Einsatz und dürfte sich im Sommer einen neuen Club suchen müssen.

Top-Besetzung im Sturm
Im Angriff nominierte Constantini Bundesliga-Topscorer Marc Janko, die Rapid-Stürmer Erwin Hoffer und Stefan Maierhofer sowie Rubin Okotie von Austria Wien. "Okotie wäre aber auch dabei gewesen, wenn Arnautovic fit gewesen wäre", betonte der Teamchef. Einziges Fragezeichen im Kader sei vorerst György Garics, der an Knieproblemen laboriert. Sollte der Italien-Legionär absagen müssen, rückt U21-Kapitän Julian Baumgartlinger ins A-Team auf.

Zwei Debütanten und ein Rückkehrer
Dort stehen neben Austria-Verteidiger Aleksandar Dragovic, der für das Rumänien-Spiel verletzt abgesagt hatte, zwei echte Debütanten im Kader: Jakob Jantscher von Sturm Graz und Ekrem Dag. Letzterer kämpft mit Besiktas Istanbul derzeit um den türkischen Meistertitel. "Er ist vielseitig, kann hinten und vorne spielen. Und die türkische Liga ist ja nicht die schlechteste", erklärte Constantini, der mit Stefan Lexa auch einen Routinier ins Team zurückholte. Der 32-jährige Mittelfeldspieler von Ried hatte zuletzt im Mai 2006 gegen Kroatien das ÖFB-Trikot getragen.

In Serbien wird die Mannschaft erstmals von Paul Scharner aufs Feld geführt. Constantini hatte sich bereits zu Beginn seiner Amtszeit auf den Wigan-Spieler als Ersatzmann von Pogatetz ausgesprochen. Ivanschitz dagegen ist weiter kein Thema. "Das ist meine Entscheidung. Ich muss sowieso den Kopf hinhalten", erklärte Constantini. "Irgendwann bleibt immer der Trainer über. Aber solange, bis ich überbleibe, entscheide ich."

Der Kader gegen Serbien
Tor: Michael Gspurning (AO Xanthi/2 Länderspiele/5 Gegentore), Alexander Manninger (Juventus Turin/33/44 Gegentore), Helge Payer (Rapid Wien/15/19 Gegentore)

Verteidigung: Aleksandar Dragovic (Austria Wien/0/0 Tore), György Garics (Atalanta Bergamo/21/1), Manuel Ortlechner (Austria Kärnten/2/0), Sebastian Prödl (Werder Bremen/20/2), Franz Schiemer (Austria Wien/6/0), Martin Stranzl (Spartak Moskau/55/3), Andreas Ulmer (Salzburg/1/0)

Mittelfeld: Ekrem Dag (Besiktas Istanbul/0/0), Andreas Hölzl (Sturm Graz/4/2), Jakob Jantscher (Sturm Graz/0/0), Zlatko Junuzovic (Austria Kärnten/4/0), Veli Kavlak (Rapid Wien/4/0), Ümit Korkmaz (Eintracht Frankfurt/6/0), Stefan Lexa (SV Ried/5/0), Yasin Pehlivan (Rapid Wien/1/0), Paul Scharner (Wigan Athletic/23/0)

Angriff: Erwin Hoffer (Rapid Wien/10/2), Marc Janko (Salzburg/8/3), Stefan Maierhofer (Rapid Wien/4/0), Rubin Okotie (Austria Wien/3/0)

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