So, 19. November 2017

Heiratsschwindler

26.05.2009 12:17

Geliebter tarnt sich als Geheimagent

Als Geheimdienstagent und Doktor hat sich ein mutmaßlicher Betrüger im Pinzgau ausgegeben, um eine 29-Jährige zu beeindrucken. Auch mit seinem dicken Konto prahlte er. Trotzdem lockte er der Frau 22.000 Euro heraus. Ein Detektiv entlarvte den Mann, der mit dem erbeuteten Geld untertauchen wollte.

Sie glaubte ihr großes Glück gefunden zu haben: Als eine 29-Jährige aus dem Pinzgau vor wenigen Monaten einen Mann aus Stuhlfelden kennen lernte, verliebte sie sich sofort. Der nach eigenen Angaben ebenfalls 29 Jahre alte "Doktor" erzählte ihr, er sei Geheimdienstagent. Der Mann prahlte mit 650.000 Euro die er auf  seinem Konto habe. Außerdem besitze er im gesamten Pinzgau mehrere Wohnungen.

Krebserkrankung erfunden
Nach wenigen Wochen behauptete der mutmaßliche Heiratsschwindler, dass er an Krebs erkrankt sei. Er werde ihr die 650.000 Euro nach seinem Tod vererben. Dass alles nur Schwindel war, ahnte die Verliebte noch nicht.

Mutter heuerte Detektiv an
Doch ihrer Mutter kam der Mann nicht geheuer vor. Bereits vor einem Monat engagierte sie deswegen einen Privatdetektiv aus Kaprun. "Sie hat sich Sorgen gemacht. Deswegen versuchte ich, etwas über den Herrn herauszufinden. In Wirklichkeit ist der Mann 38 Jahre alt und ein vorbestrafter Betrüger", erzählt der Detektiv.

22.000 Euro ausgeliehen
Als sich der Mann von der Freundin 22.000 Euro auslieh, schrillten bei ihrer Mutter alle Alarmglocken. "Er hat ihr vorgegaukelt, dass er als Agent eine neue Identität bekommt. Deswegen sei sein Konto kurzfristig gesperrt", berichtet der Detektiv weiter. Er observierte den Mann und kontaktierte das Opfer: "Die Frau glaubte mir anfangs nicht. Wir sind zu allen Wohnungen gefahren, die ihm angeblich gehören. Als immer fremde Leute öffneten, die den Mann nicht kannten, wurde die Freundin stutzig."

In Bruck festgenommen
Die 29-Jährige wollte sich am Samstag ein letztes Mal mit ihrem Freund treffen. "Er hat aber mitbekommen, dass ich ihn beschatte und wollte fliehen. Da rief ich die Polizei", schildert der Detektiv. Diese stoppte den Betrüger in Bruck. Er hatte im Auto eine Schreckschusspistole dabei. Mittlerweile hat sich sogar noch eine zweite Geschädigte gemeldet.

von Manuela Kappes (Kronen Zeitung) und krone.at

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