Mi, 24. Jänner 2018

Analysen laufen

25.05.2009 13:48

Testergebnisse bis zum Wochenende

Nach dem Fund von Kokainspuren im Red-Bull-Cola in Deutschland (siehe Infobox) sind die Experten der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) noch am Analysieren ihrer gezogenen Proben. Ergebnisse werden bis Ende der Woche erwartet, berichtete Roland Achatz von der AGES. Über mögliche Maßnahmen wollte man nicht spekulieren: Man werde die Ergebnisse in einer Expertengruppe erörtern und dann weiterentscheiden, hieß es aus dem Gesundheitsministerium. Für Montagnachmittag wurde eine Besprechung einberufen.

0,4 Mikrogramm pro Liter Kokain wurde laut dem nordrhein-westfälischen Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit (LIGA) gefunden: "Das heißt, dass man auf ein Mal 100.000 Liter trinken müsste, um eine Wirkung zu erzielen", so eine LIGA-Sprecherin. Die österreichischen Untersuchungen umfassen u. a. eine Analyse, Gutachten und Nachanalysen zur Verifizierung der Ergebnisse. Bisher galt das nach zugelassenen Verfahren "dekokainierte" Kokablattextrakt als "sicher" für Menschen.

Treffen am Montag
Im Gesundheitsministerium wurde Montagnachmittag ein Treffen einberufen, um "Offenes" zu besprechen, hieß es davor. Red Bull zeigte sich vorerst auch am Montag recht schweigsam: Man sei mit dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) in Kontakt um Bedenken auszuräumen, hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme. "Red Bull Cola sowie andere Lebensmittel, die Kokablattextrakte enthalten, gelten sowohl in der EU als auch in den USA als unbedenklich und verkehrsfähig."

Der wissenschaftliche Leiter der Wiener Drogenberatungsstelle "ChEckiT!", Rainer Schmid, meinte, die benötigte Kokain-Dosis, um eine pharmakologische Wirkung zu erzielen, sei abhängig vom jeweiligen Konsumenten, sie würde sich "grob gesagt" bei etwa 50 Milligramm einstellen. "Eine Straße Kokain - also einmal saugen - enthält in etwa zwischen 20 und 100 Milligramm", so Schmid. Auch merkte der Experte an, dass die Wirksamkeit bei oraler Einnahme nicht so groß sei wie wenn "geschnupft" werde.

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