Di, 17. Oktober 2017

Schwierige Rettung

21.05.2009 18:44

Frau in Doline gestürzt – ihr Handy rettet sie!

Eine junge Oberösterreicherin, die am Christi-Himmelfahrtstag am obersteirischen Loser in eine sogenannte Doline eingebrochen ist, verdankt ihr Leben ihrem Mobiltelefon, einer ausdauernden ÖAMTC-Hubschrauberbesatzung und einem kräftigen Flugretter. Die 22-Jährige aus St. Agatha bei Bad Goisern im Bezirk Gmunden war bei einer Wanderung durch die Schneedecke in diese Senke eingebrochen. Mit dem Mobiltelefon alarmierte sie die Einsatzkräfte. Der ÖAMTC-Rettungshubschrauber kreiste fast eine Stunde über dem unübersichtlichen Gelände, bis es gelang, die schon unterkühlte Frau zu lokalisieren. Der kräftige Flugretter zog die Frau dann aus dem Felsloch.

Die Frau war am Donnerstag gegen 13.30 Uhr bereits am Rückweg über den Sandling vom Loser ins Tal, als sie in eine wegen des immer noch liegenden Schnees nicht sichtbare Doline - eine schlundartige, tiefe Öffnung im karstigen Gestein - einbrach. Da die Oberösterreicherin allein unterwegs war, ging sie vorerst auch niemandem ab. Die in etwa drei Meter Tiefe stecken gebliebene Frau hatte zum Glück ein Mobiltelfon dabei und alarmierte selbst die Rettungskräfte. Der Christophorus-C14-Hubschrauber aus Niederöblarn im obersteirischen Bezirk Liezen startete sofort, mit an Bord Flugretter Andreas Staudacher, der im "Zivilberuf" Oberst des Bundesheeres und Kommandant der Fliegerwerft des Bundesheeres in Aigen im Ennstal ist.

Schwierige Suche und Bergung
Die Suche gestaltete sich sehr schwierig, der Hubschrauber kreiste fast eine Stunde, obwohl die Frau Handykontakt halten konnte. Erst dann konnte die Besatzung die Doline lokalisieren und Flugretter Staudacher die Frau nach mehreren Versuchen mit letzter Kraft aus ihrem eisigen Gefängnis ziehen. Die 22-Jährige war bereits stark unterkühlt, sie wurde ausgeflogen und in das Diakonissenkrankenhaus Schladming gebracht. Wie durch ein Wunder erlitt sie sonst keine Verletzungen. "Die junge Dame hatte gleich mehrfach Glück", so ein ÖAMTC-Mitarbeiter. "Wenn sie kein Handy gehabt hätte und unsere Leute sie nicht rechtzeitig gefunden hätten, hätte sie die Nacht vielleicht nicht überstanden."

Symbolbild

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