So, 21. Jänner 2018

Unwetter-Albtraum

21.05.2009 00:00

Baum bei Wildon auf fahrende Autos gekracht

Die Nacht auf Mittwoch ist für Hunderte Feuerwehrleute in Graz, in der Süd- und Weststeiermark eine schlaflose gewesen. Schwere Unwetter zogen mit Wolkenbrüchen und Hagel über das Land. Straßen, Äcker und Keller wurden überflutet - in Groß St. Florian musste ein Pensionist sogar durch sein Kellerfenster geborgen werden. Mittwoch früh krachte bei Wildon schließlich ein Baum auf zwei Autos.
Silvia A. (40) aus Weinitzen war als Paketzustellerin gegen 3.50 Uhr mit ihrem Firmenauto Richtung Süden unterwegs. Claudia E. (39) aus Ragnitz fuhr mit ihrem Wagen (Foto) in die Gegenrichtung. Sie wollte nach Seiersberg zur Arbeit. Eine Frau kam 45, die andere nur elf Kilometer weit - denn plötzlich stürzte vor ihren Augen der 20 Meter lange Baum auf die Straße.
 
Mehr Infos und Bilder zum Unwetter in der Steiermark findest du in der Infobox!
 
"Wurde gegen Leitschiene geschleudert"
"Ich bin bergab gefahren, es hat gekracht und ich bin gegen die Leitschiene geschleudert worden", erinnert sich Silvia A.: "Ich war eingeklemmt - und mein Handy ist kaputt! Ich kann abheben, aber nicht anrufen."
 
42-Jähriger zog Frau aus Auto
"Ich bin schon gestanden, da ist der Baum auf das Autodach gekracht", sagt Claudia E., deren Handy funktionierte. Sie rief ihren Lebensgefährten Manfred L. an. Der 42-Jährige holte das Rote Kreuz und zog die andere Lenkerin aus dem Fahrzeug. Beide Frauen wurden zu ihrem Glück nur leicht verletzt. Dass der Baum umstürzte, war eine Spätfolge des Unwetters gewesen: Der Regen hatte das moosige Erdreich unterspült.
 
Wieder Dutzende Keller überflutet
Die 26-jährige Sandra M. aus Georgsberg teilt ihr Schicksal mit vielen Familien: "Es war so arg wie noch nie, und es ist alles so schnell gegangen. Erst war der Keller feucht, Minuten später einen Meter unter Wasser!"
 
Pensionist durch Fenster aus Keller geborgen
In Groß St. Florian wollte der Pensionist Adolf G. (69) gegen 20 Uhr seinen Rasenmäher in den Keller stellen: "Das hätt ich nicht tun sollen. Es hat stark geregnet, der Keller war bereits nass. Dann ist immer mehr hereingeronnen, und ich hab plötzlich die Tür nicht mehr aufgekriegt. Die Feuerwehr hat mich durchs offene Fenster bergen müssen."
 
von Manfred Niederl ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden