Di, 17. Oktober 2017

Fall Luca

20.05.2009 16:06

Schuldspruch für 24-Jährigen bestätigt

Der wegen schweren sexuellen Missbrauchs mit Todesfolge im Fall Luca zu lebenslanger Haft verurteilte 24-jährige Niderösterreicher bleibt weiter hinter Gittern. Der Oberste Gerichtshof (OGH) wies die vom Angeklagten gegen das Urteil eingebrachte Nichtigkeitsbeschwerde am Mittwoch zurück. Der Schuldspruch ist damit rechtskräftig, wie OGH-Sprecher Kurt Kirchbacher mitteilte. Noch offen ist das genaue Strafausmaß, gegen das der 24-Jährige ebenfalls Rechtsmittel eingelegt hatte. Der OGH wies die Berufung dem Oberlandesgericht Wien zu. Die Entscheidung darüber dürfte vermutlich noch im Juni fallen.

Der 17 Monate alte Luca war am 3. November 2007 in einem Wiener Spital gestorben, in das er zwei Tage zuvor bewusstlos und mit schweren Verletzungen - laut Gutachten Folge eines Schütteltraumas - eingeliefert worden war. Gegen den 24-jährigen Lebensgefährten der Kindesmutter wurde daraufhin Anklage erhoben.

Nach zweitägiger Verhandlung wurde der Mann Ende September 2008 in Korneuburg einstimmig wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen mit Todesfolge schuldig gesprochen und zu lebenslanger Haft verurteilt. Zudem wies ihn das Gericht in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher ein.

Auch Kindesmutter und Sozialarbeiterin vor Gericht
Seit 6. Mai müssen sich die Frauen in Innsbruck vor dem Kadi verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, die Verpflichtung zur Fürsorge des Kindes vernachlässigt zu haben. Bei einer Verurteilung drohen den beiden Frauen bis zu drei Jahre Haft.

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