Do, 26. April 2018

Gartenarbeit

20.05.2009 14:08

Männer mähen und Frauen jäten - oder?

Zufrieden registrieren Baumärkte & Co den stark steigenden Trend zum „Do-it-yourself“ in Wohnung, Haus und Garten. Besonders bei der Gartengestaltung kann sich Mann/Frau so richtig austoben – Wellness-Bonus für Körper und Psyche inklusive. Doch auch im Garten gibt es bei der Arbeitsaufteilung klassische Männer- und Frauendomänen. Neue Gerätetechnologien sollen das nun ändern.

Es macht Spaß, es hält fit und freut das Auge: Arbeiten im Garten zählt zu den liebsten Freizeitbeschäftigungen der Österreicher. Allerdings, das Spektrum der Arbeiten ist groß und reicht vom lästigen Unkrautjäten bis hin zum imageträchtigen High-Tech-Rasenmäherspaß. Und diese Arbeiten wollen meist im Gartenalltag gerecht (?) zwischen Frau und Mann aufgeteilt werden.

Was Männer wollen und Frauen lieben
Eine Umfrage unserer deutschen Nachbarn (Institut für Demoskopie/Allensbach) zeigte deutlich den unterschiedlichen Zugang, den Männer und Frauen zu Gartenarbeiten haben. Während Männer vor allem den Fitness-Faktor der körperlichen Bewegung schätzen, gehen Frauen mit mehr Herz und Gefühl an die Sache: Gleich 72 % der befragten Frauen gab an, „viel Spaß an den Pflanzen zu haben“, und immerhin 62 % freuten sich einfach über die Vielfalt der Farben und Formen.

Noch deutlicher wird es bei einer Online-Umfrage des Männer-Lifestyle-Magazins „Men's Health“: Ganz wichtig ist Männern das perfekte Aussehen des Rasens – von ganz kurz bis einige Zentimeter hoch reicht hier die nicht gerade große Spanne. Und zumindest soweit es das Rasenmähen betrifft, halten sich 70 Prozent aller Befragten für begabte Gärtner, denen die Arbeit so richtig Spaß macht. Die häufigsten Argumente dafür: Man kommt an die frische Luft (66%), es ist entspannend (35%) und man kann sich gut bräunen (30 %).

Ganz untendurch bei richtigen Männern sind hingegen Unkrautjäten (75 %) und Schnecken entfernen (55 %). Diese Dinge bleiben dann wohl eher dem „schwachen Geschlecht“ vorbehalten, während sich Mann an Rasenmähen, Heckenschneiden & Co austoben kann.

Fitness-Bonus Gartenarbeit
Laut dem Onelinedienst FemaleFirst fühlt sich US-Aktrice Eva Mendes auch bei der Gartenarbeit nur nackt so richtig wohl. Heimischen Hobbygärtnerinnen muss davon aber schon aus gesundheitlichen Gründen dringlich abgeraten werden. Denn auch bei der Gartenarbeit zählt die richtige Bekleidung, für Männer und Frauen gleichermaßen. Und die soll vor allem bequem sein, bei speziellen Arbeiten wie z.B. Heckenschneiden sollte auch auf professionelle Schutzkleidung, Handschuhe und Brille nicht vergessen werden. Übrigens: Auch auf geeigneten Sonnenschutz muss geachtet werden. Wichtig für alle HobbygärtnerInnen sind vor allem auch eine Tetanus-Schutzimpfung und nicht zuletzt ein guter Zeckenschutz.

Wenn all dies beachtet wird, dann können sich Gartenarbeiten jeglicher Art als hausgemachte Fitness-Wunderübungen für sie und ihn herausstellen. Gesundheits-Experten führen gleich eine Vielzahl von Wohltaten für Körper und Geist auf. So zum Beispiel:

  • Stressabbau: Schon 20 Minuten Gartenarbeit wirken wie ein Miniurlaub und bauen Stresshormone ab, die Konzentrationsfähigkeit steigt.
  • Herz-Kreislauf-System: Wird durch Gartenarbeit stabilisiert, und wer an fünf Tagen in der Wochen ca. eine halbe Stunde im Garten arbeitet, senkt mit der Zeit dauerhaft den Blutdruck. Zusätzlich wird durch die Bewegung das gute HDL-Colesterin gefördert.
  • Knochen: Gartenarbeit stärkt die Muskulatur und sorgt so für gesunde Knochen.
  • Depressionen: Bereits leichte Gartenarbeit stimuliert die Psyche. Speziell die grüne Farbe der Pflanzen bringt die Glückshormone im Gehirn so richtig in Schwung.

Frauen in Männerdomänen
Auch wenn die Arbeiten noch so gesund sind, unnötig quälen wollen wir uns schließlich auch nicht. Daher sind sich ganz geschlechterunabhängig Frauen und Männer gleichermaßen einig, dass zum Spaß an der Gartenarbeit auch die richtigen Geräte gehören.

Nicht zuletzt  Konstruktion, Gewicht und Bedienung dieser Geräte führen jedoch im Garten-Alltag dazu, dass bestimmte anfallende Arbeiten traditionell den Männern zugeordnet werden. Gute Beispiele dafür sind Heckenschneiden, Rasenmähen und –trimmen. Hier sorgt häufig nicht mangelnde Lust der Frauen, sondern schlicht unterschiedliche Muskelkraft dafür, dass diese Arbeiten größtenteils Männern vorbehalten bleiben.

Für eine Änderung dieser manchmal unfreiwilligen Arbeitsverteilung und für generell leichteres Gartenarbeiten soll nun eine neue Technologie der Bosch-Gruppe sorgen: Die „Lithium-Ionen-Akkutechnik“ – bei Handys und Notebooks bereits vielfach bewährt -  macht laut Hersteller die klassischen Gartengeräte nicht nur gewichtsmäßig um vieles leichter, sondern auch leistungsstärker.  Als erster Hersteller setzte Bosch diese Technik 2007 bei einem Gartengerät ein. Mit so großem Erfolg – mittlerweile wurden von dieser leichtesten akkubetriebenen Gras- und Strauchschere der Welt über eine Million Exemplare verkauft -, dass nun heuer gleich eine ganze Gartengeräteserie mit Gartenschere, Rasenmäher und –trimmer folgt.

Diese Geräte sind extrem leicht und bedienungsfreundlich, gleichzeitig sichern sie sehr gute Arbeitsergebnisse. So kann man z.B. mit der neuen Gartenschere „Ciso“ Äste bis zu 14 mm Dicke ganz ohne Kraftaufwand einfach per Knopfdruck schneiden, im Schnitt schafft das Gerät einen Schnitt pro Sekunde – der Akku reicht für rund 500 Schnitte. Ideale Bedingungen für schwere Gartenarbeit mit wenig körperlichem Kraftaufwand.

Dem Rollentausch in heimischen Gärten steht also zumindest gerätetechnisch nichts mehr im Weg.

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