Di, 21. November 2017

Blutbad geplant

20.05.2009 14:00

Zündler wollte Eltern, Lehrer und Polizisten töten

Ein schockierendes Geständnis hat laut Polizei der mutmaßliche Feuerteufel von Waidhofen an der Thaya abgelegt. Demnach habe der 26-Jährige am Tag seiner Verhaftung ein Blutbad mit zig Opfern anrichten wollen.

Der in psychiatrischer Behandlung stehende junge Mann habe geplant, zuerst seine Mutter und dann seinen Vater mit Kampfmessern zu töten. Nach dem Doppelmord habe er sich eine Pistole auf dem berüchtigten Mexikoplatz in Wien kaufen wollen, um Polizisten, Feuerwehrmänner und seine ehemaligen Lehrer zu erschießen, berichtete die Polizei am Dienstag.

In Feuergefecht sterben
"Geld für die Waffe hätte er sich bei einem Raubüberfall beschafft. Und er hoffte, nach seinem Amoklauf in einem Feuergefecht mit der Exekutive zu sterben", so Chefermittler Rudolf Scheidl über den 26-Jährigen, der im Verhör auch gestanden habe, alle fünf Brände in Waidhofen und Umgebung gelegt zu haben.

Zufall verhinderte Attentat auf Polizisten
Wie am Dienstag bekannt wurde, soll der 26-Jährige außerdem vor drei Wochen mit einer Steinschleuder Stahlkugeln auf ein Fenster der Polizeiinspektion in Groß Siegharts abgefeuert haben. Wäre ein Beamter ins Freie getreten, hätte er ihm laut Polizei ein Messer in den Bauch rammen wollen, um sich der Dienstwaffe zu bemächtigen. Die mögliche Tat sei nur ausgeblieben, weil der Dienstposten nicht besetzt war.

Einen ausführlichen Bericht über die Brandserie findest du in der Infobox!

"Tickende Zeitbombe"
Kriminalisten sehen in dem Mann eine "tickende Zeitbombe" – seine Gefährlichkeit habe der 26-Jährige im Verhör mitunter durch folgende, wörtliche Aussage unterstrichen: "Ich hätte mein Vorhaben auf jeden Fall durchgezogen, wenn ich nicht erwischt worden wäre. Leid tut mir nichts."

Hasstiraden gegen Polizei
Im Haus des Arbeitslosen wurden Brutalo-Videospiele sichergestellt, an die Wände hatte der Verdächtige Hasstiraden gegen die Polizei geschmiert. Bei dem Mann wurden laut Polizei auch ein Taucher- und ein "Rambo"-Messer, eine Steunschleuder samt Stahlkugeln und eine schwarze Maske für einen möglicherweise geplanten Raubüberfall sichergestellt.

von Christoph Budin und Mark Perry, Kronen Zeitung, und noe.krone.at

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