Mi, 25. April 2018

Titel fixiert

20.05.2009 09:20

Wiener Neustadt steigt in die Bundesliga auf

Wiener Neustadt spielt in der kommenden Saison in der tipp3-Bundesliga. Das Team von Trainer Helmut Kraft hat am Dienstagabend in der 32. und vorletzten Runde der Ersten Liga einen souveränen 4:1-Heimsieg über St. Pölten gefeiert und fixierte damit endgültig den Aufstieg in die höchste heimische Spielklasse. Auch die Abstiegsfrage ist wohl geklärt, nachdem Grödig in Gratkorn 0:1 verlor. Die Salzburger gehen nicht nur mit drei Punkten Rückstand auf FC Lustenau in die letzte Runde am 29. Mai, sondern auch mit der um elf Treffer schlechteren Tordifferenz.

Die besten Karten auf den Vizemeistertitel hat nun Wacker Innsbruck nach dem 2:1-Heimsieg über die Admira, die damit Platz zwei an die Tiroler verlor. Schlusslicht und Fixabsteiger Vöcklabruck wird nach der 0:1-Niederlage gegen die Austria Amateure in der Lizenzfrage nicht mehr vor das Ständige Neutrale Schiedsgericht ziehen. Auch der zweite Absteiger, DSV Leoben, der aufgrund finanzieller Probleme im Amateurfußball einen Neustart machen muss, erlitt eine 0:2-Auswärtsniederlage bei Austria Lustenau.

Aufstieg gleich im ersten Anlauf
Wiener Neustadt hat gleich im ersten Anlauf den Aufstieg in die österreichische Fußball-Bundesliga geschafft. Damit kommt es im nächsten Jahr in der höchsten Spielklasse zum brisanten Duell des neuen Frank-Stronach-Clubs Wr. Neustadt mit seiner "alten Liebe" Austria Wien (rund 150 Millionen Unterstützung von 1998 bis 2008). Der Mäzen hat mit einer offensiven Transferpolitik und einem hohen einstelligen Millionen-Budget den Grundstein zum Erfolg des Clubs, der im Jänner 2008 die Lizenz von Schwanenstadt erworben hatte, geschaffen.

Für Wiener Neustadt ist österreichischer Top-Fußball kein absolutes Neuland. Mit dem jetzigen Meister, dessen Fusionsclub in der 2. Landesliga Ost spielt, wird ab Sommer zum insgesamt elften Mal ein in der niederösterreichischen Stadt beheimateter Club in Österreichs Oberhaus tätig sein. Zum letzten Mal war dies Admira Wiener Neustadt in der damaligen 16er-Liga in der Saison 1972/73, stieg allerdings mit nur drei Siegen und sechs Remis bei 21 Niederlagen klar ab.

FC Wacker Innsbruck - FC Trenkwalder Admira 2:1
Im Kampf um den Vizemeistertitel hat Wacker Innsbruck in der vorletzten Runde einen wichtigen 2:1-(0:1)-Heimsieg gefeiert und verbesserte sich auf Tabellenplatz zwei. Die Innsbrucker sind nach diesem Sieg die einzige Mannschaft der ADEG-Liga, gegen die die Admira keinen Saisonsieg feierte. Für die Niederösterreicher, die sich schon auf das sonntägige Cupfinale gegen die Wiener Violetten konzentrierten, war es die dritte Niederlage in Folge.

Die Partie begann mit einem Knalleffekt. Bereits nach einer halben Minute mit dem ersten Angriff ging die Admira in Führung. Nach einer weiten Flanke wollte Innsbrucks Verteidiger Bilgen vor dem Admiraner Horvath retten, köpfelte aber "souverän" ins eigene Tor. Die Innsbrucker waren dadurch geschockt, so bestimmte die Admira das Spiel und hätte durch Dospel sogar erhöhen können (30.). Diese Szene war aber der Weckruf für die Heimelf. Bereits eine Minute später hatte Unterrainer den Ausgleich auf den Beinen, sein Schuss ging aber knapp daneben.

Der Ausgleich für die Tiroler war fast ein "halbes" Eigentor der Niederösterreicher. Schmid trat einen Freistoß aus 17 Metern, Admira-Goalie Kral hatte den Ball schon in der Hand und schlug ihn sich selbst ins Netz (55.). Nach einem klaren Foul Horvaths an dem kurz zuvor eingewechselten Mossoro erzielte Schreter per Elfmeter das 2:1 (62.). Als Mossoro dann einen zweiten Strafstoß schinden wollte, schickte ihn der Unparteiische wegen einer Schwalbe vorzeitig vom Feld (79.).

FC Gratkorn - SV Grödig 1:0
Mit einem 1:0 (1:0)-Zittersieg gegen den SV Grödig hat der FC Gratkorn den Klassenerhalt in der Erste Liga endgültig sichergestellt. Die Steirer, die zuvor aus vier Spielen lediglich einen Punkt geholt hatten, rückten mit dem elften Saisonerfolg auf Tabellenrang sieben vor. Für Grödig dürfte die Ligazugehörigkeit nach nur einer Saison wieder enden, denn die Salzburger liegen eine Runde vor Schluss drei Punkte hinter dem Neunplatzierten FC Lustenau und haben ein deutlich schlechteres Torverhältnis. Ob der Tabellen-Zehnte überhaupt absteigen muss, hängt jedoch auch vom Ausgang der Regionalliga West ab. Dort haben aktuell weder der derzeitige Tabellenführer Anif (kein Antrag gestellt) noch der Zweitplatzierte Dornbirn (Lizenz verweigert) eine Lizenz.

Die Gäste aus Grödig agierten von Beginn an engagiert, gingen aber mit ihren Chancen zu leichtfertig um. Die Gratkorner kamen nach einem Foul von Alicehajic an Cichon (36.) aus einem Elfmeter durch Ehrenreich zum Führungstreffer. Nach der Pause wurde den 650 Zuschauern auf dem von Starkregen beeinträchtigten Kunstrasen kaum Sehenswertes geboten. Für Aufregung sorgte ein Handspiel im Strafraum von Sauseng zehn Minuten nach der Pause, dieses wurde von Schiedsrichter Prammer jedoch als Freistoß von der Strafraumgrenze geahndet. Cichon vergab in der 65. Minute die Vorentscheidung, der Mittelfeldspieler verpasste eine Vorlage äußerst knapp. Die Schlussoffensive der Grödiger blieb unbelohnt.

Austria Wien Amateure - Vöcklabruck 1:0
Die Austria-Amateure haben seit Dienstagabend endgültig das theoretisch noch mögliche Abstiegsgespenst verscheucht. Mit dem 1:0 gegen Schlusslicht Vöcklabruck schafften die Wiener ihren 12. Saisonsieg, den Topic schon in der 6. Minute herausschoss. Nach einem Fersler von Sulimani setzte sich Topic gegen Schlögl mit einer Art Billardtor für die nun fünf Runden ungeschlagenen Gastgeber durch.

Die auswärts als einzige Elf noch sieglosen Oberösterreicher sind hingegen nun fünf Spiele ohne Sieg. Die Austria schaffte mit dem 1:0 auch ihren ersten Saisonsieg gegen die Vöcklabrucker nach einem 1:1 und einem 0:1. Chancen waren in dieser schwachen Partie Mangelware, Topic und Dimic bzw. Falk hatten die wenigen Möglichkeiten, ehe Topic knapp vor seiner Auswechslung eine Großchance vergab.

Austria Lustenau – DSV Leoben 2:0
Mit einem Schlussspurt hat Austria Lustenau am Dienstagabend in der 32. Runde der Fußball-Ersten-Liga einen 2:0-(0:0)-Heimerfolg gegen DSV Leoben sichergestellt. Leitgeb traf im Finish einer schwachen Partie zweimal (80., 86.) und sorgte damit dafür, dass die Vorarlberger zum neunten Mal in Folge ungeschlagen geblieben sind. Im Reichshofstadion war klar zu erkennen, dass es nur mehr um sehr wenig ging. Die Lustenauer haben dank der starken Leistungen im Jahr 2009 (8 Siege, 2 Remis, 3 Niederlagen) den Klassenerhalt längst fixiert und Leoben steigt aufgrund des Konkurses ohnehin fix ab. Deshalb gab es wenig Torchancen, die besten Möglichkeiten der Heimischen vergaben vor der Pause Kampel (20.) und Sobkova (39.).

Nach dem Wechsel blieb die Partie schwach, doch Austria Lustenau münzte die leichte Überlegenheit doch noch in einen Sieg um. Über Dürr und Krajic kam der Ball zu Leitgeb und dieser bezwang Schenk (80.). Sechs Minuten später fixierte Leitgeb per Kopf den 2:0-Endstand (86.).

Red Bull Juniors Salzburg - FC Lustenau 0:0
Die Mozartstädter haben sich mit dem gerechten 0:0 aus eigener Kraft endgültig von der Abstiegszone entfernt, die Lustenauer könnten hingegen theoretisch noch erwischt werden, allerdings ist das aufgrund einer um elf Treffer besseren Tordifferenz als Grödig so gut wie ausgeschlossen.

Höhepunkt der schwachen Partie war ein Stangenschuss von Richard Kitzbichler in seinem letzten Profimatch (21.), kassierte der Ex-Internationale doch seine neunte gelbe Karte und fehlt daher im Match seiner Mannschaft zum Ausklang in Vöcklabruck. Mit dem 0:0 schlossen die Jung-Bullen ihre Saisonduelle mit den Vorarlbergern ungeschlagen (ein Sieg, zwei Remis) ab und stellte in der "Gesamtwertung" mit den Lustenauern, die von den jüngsten zehn Spielen nur eines verloren haben, auf 2-2-2.

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