Do, 26. April 2018

"Schwarze Schafe"

19.05.2009 18:31

Verein zeigt 180 Grazer "Raucher-Wirte" an

Dietmar Erlacher von der Selbsthilfegruppe "Krebspatienten für Krebspatienten" hat 180 Grazer Wirte angezeigt, die seiner Meinung nach gegen das neue Rauchergesetz verstoßen hätten. Die Stadt geht den Anzeigen nach. Empört ist die Wirtschaftskammer – und kritisiert "die Kriminalisierung einer ganzen Branche".

"Erschreckend ist vor allem die Situation in Einkaufszentren, die eigentlich komplett rauchfrei sein müssten", kritisiert Erlacher. Einzige Ausnahme ist die Shopping-City-Seiersberg, die als einziges österreichisches Einkaufszentrum die Vorgaben erfüllt.

"Jeder Anzeige wird nachgegangen"
Erlachers Verein überprüfte 190 Grazer Lokale: "Nur wenige sind richtig gekennzeichnet!" 180 Wirte wurden von Erlacher jetzt angezeigt. ÖVP-Gemeinderätin Verena Ennemoser verspricht: "Jeder einzelnen Anzeige wird auch nachgegangen."

25 Lokale wurden bereits abgestraft
Bislang gab es in Graz 100 Anzeigen, 40 Lokale wurden kontrolliert (Abmessungen, Kennzeichnung usw.) – 25 Lokale abgestraft. Wenig Freude mit Erlacher hat die Wirtschaftskammer. Gastronomie-Obmann Karl Wratschko: "Wir appellieren an alle Seiten für ein partnerschaftliches Miteinander. Diese Anzeigenflut kommt der Kriminalisierung einer ganzen Branche gleich. 'Schwarze Schafe' gehören bestraft, aber eine so große Umstellung für die Wirte wie diese geht nicht von heute auf morgen." Und: Viele Lokale hätten noch eine Übergangsfrist.

von Gerald Richter, "Steirerkrone"

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