Di, 17. Oktober 2017

Mysteriöser Tod

19.05.2009 09:43

Angebliches Mordopfer „spricht“ aus dem Jenseits

Ein Linzer Gerichtsmediziner soll jetzt das Mordgerücht untersuchen, das von einem slowakischen Obduzenten und einer obskuren Parapsychologin geschürt wird: Ob die slowakische Altenpflegerin Denisa S. (29) vor 16 Monaten in Vöcklabruck betäubt, missbraucht und ertränkt wurde – oder sich selbst umgebracht hat.

„Selbstmord aus Liebeskummer“ – für die oberösterreichische Polizei war der Fall auch ohne Obduktion sofort klar, als am 29. Jänner ’08 die nackte Tote aus der Ager bei Regau geborgen worden war. Aber Denisas Eltern ließen die Leiche daheim untersuchen und dabei blaue Flecken feststellen, die von einer Gewalttat stammen könnten. Dazu zitiert ein niederösterreichischer Buchautor auch noch eine slowakische Parapsychologin, der „Die Tote im Fluss“ ihre letzten Stunden bei ihren Vöcklabrucker Dienstgebern aus dem Jenseits geschildert haben soll: „Sie haben mich ausgezogen, angespuckt und fotografiert.“

Ein „Kerl“ hätte sie vergewaltigt. Dabei seien jene Blutunterlaufungen entstanden, die der slowakische Gutachter für „Quetschungen durch Festhalten vor dem Ertrinkungstod“ hält, die Linzer Ermittler aber als „postmortale Treib- und Bergungsverletzungen“ deuten. Was unseren Behörden den Vorwurf einbrachte, rassistisch und ausländerfeindlich einen einheimischen Mörder laufen zu lassen. Nun soll der Linzer Gerichtsmediziner Dr. Johann Haberl den Akt mit Fotos überprüfen: „Eine Interpretation ist im Nachhinein nur schwer möglich“, lässt der Zweitgutachter durchklingen, dass er bei einer sofortigen Obduktion die Mordthese gleich erhärten oder entkräften hätte können.

Symbolbild

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