Do, 19. April 2018

"Hooligan-Gesetze"

19.05.2009 00:23

Sturm-Boss plädiert für englische Lösung

Der erste von drei Wunschkandidaten für die neue Saison hat Sturm abgesagt. "Schade", seufzt Manager Oliver Kreuzer. "Milan Dudic war ein großes Thema für uns." Der serbische Verteidiger verlängerte für zwei Jahre in Salzburg. Viel mehr beschäftigen Präsident Rinner aber die letzten Fankrawalle: Noch kein Urteil vom Senat I gab's am Montag wegen der Ausschreitungen der Sturm-Fans in Kapfenberg - der Bericht des Spieldelegierten Birgmann wird abgewartet.
Um eine Geldstrafe werden die Grazer wegen ihrer Vorbelastungen (die 25.000-Euro-UEFA-Strafe vom Spiel bei Honved war nicht die einzige Pönale in dieser Saison) aber nicht herumkommen.
 
KSV-Sicherheitschef will "Exempel"
"Telefonzellen wurden zerstört, Zäune durchbrochen, Plakate im Gästesektor runtergerissen, illegale Bengalen abgebrannt, Knallkörper gezündet, Barrieren überstiegen", ist KSV-Sicherheitschef Schweiger sauer, "die vorgeschriebenen Auswärtsordner waren nicht da. Da muss die Liga ein Exempel statuieren, wenn Sturm seine Fans nicht in Griff bekommt."

Rinner: "Gesetzesänderung nach englischem Vorbild"
Sturm-Boss Hans Rinner hielt die Sicherheitsmaßnahmen in Kapfenberg für nicht bundesligatauglich, sagt aber: "Wir distanzieren uns klar von den paar Idioten, die alkoholisiert Wirbel machen und Leute verletzten. Die gehören rigoros abgestraft. Ich bin für eine Gesetzesänderung nach englischem Vorbild. Wenn einer ins Gefängnis muss, ist man dem Problem schnell Herr! Leider fehlt die gesetzliche Grundlage - aber diese werde ich in den nächsten Sitzungen des Ligaaufsichtsrates und der Präsidentenkonferenz beantragen."

Offener Fan-Brief
In einem offenen Brief kündigten die Sturm-Fanklubs an, künftig selbst verstärkt auf die "schwarzen Schafe" zu achten. Thema am Rande: Rapids Steffen Hofmann wird am Knie operiert, muss vier Wochen pausieren.

von Volker Silli, "Steirerkrone"

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