Fr, 17. November 2017

Für Rechte der Tiere

16.05.2009 23:20

Pam Anderson bei Justizministerin Bandion-Ortner

Sie wünschte es sich - und es hat geklappt: Blondine Pamela Anderson hat sich nach der Pressekonferenz zum Life Ball am Samstagnachmittag mit unserer Justizministerin Claudia Bandion-Ortner getroffen. Thema: Schutz und Rechte von Tieren. Dazu hatte die Ex-„Baywatch“-Nixe der Ministerin wenige Tage zuvor einen Brief geschrieben (siehe Infobox).

Das Gespräch habe rund 15 Minuten gedauert, sagte Katharina Swoboda, die Sprecherin der Justizministerin. Das Treffen wurde kurzfristig angesetzt, weil Anderson erst zu Mittag in Wien gelandet war. Bereits vor einiger Zeit habe es dazu von der Schauspielerin eine Anfrage gegeben. Man habe das Treffen bewusst ohne Medien vereinbart. Neben Anderson und der Ministerin war noch ein Referent aus dem Justizministerium bei dem Gespräch anwesend.

Pam setzt sich für Tierschützer ein
Pamela Anderson hat sich in der vergangenen Woche als Unterstützerin der Tierrechts-Organisation PeTA (People for the Ethical Treatment of Animals) sowie im Namen der Vereinigung "United Creatures" für jene zehn österreichischen Tierschützer eingesetzt, gegen die seit 2007 wegen des Verdachts auf Bildung einer kriminellen Organisation ermittelt wird. Im Gespräch mit Bandion-Ortner wurde jedoch nicht über das laufende Verfahren geredet, sondern eine Diskussion über die Grundrechtsfrage in Österreich geführt.

Anderson äußerte ihre Befürchtung, dass es ein Verfahren gegen die Aktivisten gebe, weil sie sich für Tierrecht einsetzen würden. Bandion-Ortner versicherte ihr, dass in Österreich das Recht auf freie Meinungsäußerung ein Grundrecht sei. Im Anschluss an das Gespräch übergab Anderson der Ministerin einen Abschlussbericht der Aktivisten über ihre Darstellung des Falls.

Die Aktivisten des Vereins gegen Tierfabriken (VGT) waren Ende Mai 2007 in Untersuchungshaft genommen worden, neun wurden nach Entscheid der Oberstaatsanwaltschaft Wien Anfang September enthaftet, einer am 13. August. Von 2000 bis April 2008 sollen die Beschuldigten laut Staatsanwaltschaft Anschläge durchgeführt haben, die sich vornehmlich gegen Textil-Handelsketten richteten. Der von den Ermittlern bezifferte Schaden: mehr als 600.000 Euro.

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