Di, 17. Oktober 2017

Studie zeigt

16.05.2009 09:42

Zu wenig Autos haben einen Löscher an Bord

Praktisch jeden Tag steht in Oberösterreich ein Auto in Flammen – im Vorjahr statistisch alle 26,47 Stunden. Aber nur gut neun Prozent der Fahrzeughalter haben ein funktionierendes Löschgerät an Bord, wie die jüngste Erhebung des OÖAMTC ergab. Erschütternd, wenn man bedenkt, dass damit Leben gerettet werden kann.

„331-mal musste die Feuerwehr im Vorjahr in Oberösterreich ausrücken, um brennende Fahrzeuge zu löschen“, berichtet der Linzer ÖAMTC-Techniker Martin Huber. Dazu kommt dann noch die Dunkelziffer jener Autos, die in Privatgaragen in Flammen aufgehen und wo der Brand ohne Feuerwehrhilfe bekämpft wird.

In einer großen Erhebung ermittelte der ÖAMTC deshalb die Feuerlöscher-Moral in unserem Bundesland. Das ernüchternde Ergebnis: Von 988 überprüften Fahrzeugen hatten nur 151 Lenker, also 15 Prozent, überhaupt einen Feuerlöscher an Bord – aber nur 9,1 Prozent einen funktionierenden! „61 Feuerlöscher waren bereits älter als drei Jahre – 13 davon stammten sogar noch aus dem vorigen Jahrtausend. Nur 31 wurden regelmäßig – also mindestens alle zwei Jahre – gewartet“, erklärt Huber das ÖAMTC- Erhebungsergebnis.

Innviertler sind besonders sicherheitsbewusst
Am meisten achten übrigens die Innviertler auf Brandschutz im Fahrzeug: Bei Kontrollen im Stützpunkt Schärding hatten 54,84 Prozent, in Braunau 46,43 Prozent der Lenker einen Feuerlöscher im Auto – während es in Perg lediglich 3,57 und in Mondsee überhaupt nur 2,78 Prozent waren.

Für Urlaubsreisende im eigenen Auto: Im Baltikum, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Russland und Türkei ist die Mitführung von Feuerlöschern Pflicht.

von Johann Haginger, „OÖ-Krone“
Symbolbild

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