Di, 16. Jänner 2018

ADEG-Erste-Liga

16.05.2009 18:38

Wr. Neustadt holt 5:0-Sieg

Der SC Magna Wr. Neustadt kann endgültig mit den Planungen für die österreichische Fußball-Bundesliga beginnen. Die Niederösterreicher (63 Punkte) gewannen zum Abschluss der 31. Erste-Liga-Runde auswärts bei den Red Bull Juniors vor nur 800 Zuschauern klar mit 5:0 (4:0) und können daher in den ausstehenden zwei Runden aufgrund des um 15 Treffer besseren Torverhältnisses gegenüber Verfolger Admira (57) auch bei Niederlagen wohl nicht mehr von der Tabellenspitze verdrängt werden. Der für Sanel Kuljic in der Startformation aufgebotene Mirnel Sadovic mit einem Doppelpack (13., 34.), Guido Burgstaller (16.) und Petr Johana (20.) machten schon in der ersten Hälfte alles klar. Patrick Wolf (75.) sorgte für den Schlusspunkt.

Die Jungbullen lieferten im Vorspiel der Bundesligapartie Salzburg - LASK trotz der noch nicht gebannten Abstiegsgefahr vor allem vor der Pause eine inferiore Leistung ab, Wr. Neustadt nahm von Beginn an das Heft in die Hand und sorgte auch schnell für die Entscheidung. Nach schöner Vorarbeit von Hannes Aigner bezwang Sadovic Salzburg-Goalie Wolfgang Schober (13.). Drei Minuten später schoss der nicht attackierte Burgstaller unter den Beinen des Juniors-Schlussmanns hindurch zum 2:0 ein (16.).

Dem noch nicht genug fälschte Johana einen harten Burgstaller-Freistoß unhaltbar für Schober ab (20.). Und der Ex-St. Pöltener Sadovic (34.) machte ebenfalls noch vor dem Seitenwechsel mit seinem 15. Saisontor seinen Doppelpack perfekt. Die Truppe von Coach Adi Hütter wurde nur einmal gefährlich, Marcel Holzmann scheiterte aber etwas stümperhaft an Magna-Goalie Saso Fornezzi (41.). Nach dem Seitenwechsel flaute die Partie ab, und die Elf von Trainer Helmut Kraft spielte den klaren Auswärtssieg souverän über die Zeit. Zu Beginn der Schlussviertelstunde traf der eingewechselte Wolf (75.) nach Kuljic-Zuspiel gar noch zum 5:0-Endstand. Für die Hütter-Elf war es die höchste Heimniederlage in der laufenden Saison.

"Es gibt noch keinen Sekt, wir werden keine Vorfeier abhalten, obwohl es schon sehr gut ausschaut. Wir brauchen noch einen Punkt gegen St. Pölten, wir sind noch nicht Meister", sagte Wr. Neustadts Geschäftsführender Vizepräsident Peter Svetits. Die Niederösterreicher können am Dienstag den Titel vor eigenem Publikum endgültig fixieren, in der letzten Runde (29. Mai) steht noch das Auswärtsspiel beim FC Lustenau auf dem Programm. Die Admira bekommt es noch auswärts mit dem Tabellendritten Wacker Innsbruck (Dienstag) und zu Hause mit Gratkorn (29. Mai) zu tun.

FC Admira - Austria Lustenau 1:2 (0:1)
Verfolger Admira kassierte am Freitag mit einem 1:2 daheim gegen Austria Lustenau die zweite Niederlage in Folge. Die Admira (im Bild Trainer Walter Schachner) erarbeitete sich von Beginn an zahlreiche Chancen, Tore gelangen aber nicht. Christoph Mattes (11.), Martin Pusic (14.) und Günter Friesenbichler (30.) vergaben sehr gute Einschussmöglichkeiten, zudem köpfelte Sascha Laschet (36.) an die Stange. Trotzdem gingen die Gäste mit der Führung in die Pause. Gerald Krajic kam in der 44. Minute nach einem Pass von Jürgen Kampel an den Ball und schoss ihn mit links an Tormann Gustav Kral vorbei ins Tor.

Der Druck der noch um den Aufstieg kämpfenden Admira ließ in der zweiten Hälfte zwar nach, dennoch gelang Froylan Ledezma in der 66. Minute der Ausgleich. Er überhob Lustenau-Tormann Mario Krassnitzer. Zuvor hatte die Heimmannschaft Glück gehabt, als Schiedsrichter Thomas Prammer einen zweiten Krajic-Treffer (63.) wegen einer falschen Abseitsstellung aberkannt hatte. Sidinei de Oliveira (76.) glich diese Fehlentscheidung mit einem strammen Freistoß für die erneute Führung der Lustenauer aber wieder aus.

FC Lustenau - Austria Amateure 0:0
Gut begonnen, schnell abgebaut und dann lange Zeit mies – so lässt sich das Spiel zwischen FC Lustenau und den Austria Amateuren am besten charakterisieren. Zwar fand die Heimmannschaft bereits in der 2. Minute durch Marquinhos eine sehr gute Chance vor, danach flaute die Partie aber schnell ab. Erwähnenswert war in der ersten Hälfte des Weiteren nur noch ein zu hoch angesetzter Kopfball des Austrianers Mössner (30.).

Nach dem Seitenwechsel sahen die 1.700 Zuschauer im Reichshofstadion dasselbe schlechte Spiel wie vor der Pause, zusammenhängende Aktionen waren Mangelware. Einzig der eingewechselte Hagspiel ließ in Minute 79 eine Torchance erahnen, auch die Schlussoffensive (?) kam zu spät und geriet wenig effizient: In der 86. und 87. Minute hatte Sabia den Siegtreffe gleich zweimal auf dem Fuß, jedoch traf er anstatt des leeren Tores jeweils nur Holz. Am Ende blieb für die Vorarlberger die beste Nachricht des Tages, die Lizenz für die kommende Saison mit Auflagen erhalten zu haben.

SV Scholz Grödig - FC Wacker Innsbruck 2:3 (2:3)
Die Tiroler Gäste gingen schnell 2:0 in Führung. Zuerst überraschte Schreter Grödig-Tormann Manzoni mit einem Bogenschuss (2.), dann legte Fabiano mit einem Hechtkopfball (9.) nach. Grödig gab aber nicht auf und mit einem Traumtor gelang Viana der Anschlusstreffer (16.). Doch bereits vier Minuten später ermöglichte Grödigs Verteidiger Rasinger wieder die klare Tiroler Führung. Völlig unmotiviert griff der Salzburger Abwehrspieler im Strafraum nach dem Ball, Schreter verwandelte den Handelfmeter (20.). Knapp vor der Pause erzielte Viana den neuerlichen Anschlusstreffer.

In der zweiten Hälfte erhöhten die Hausherren den Druck insbesondere mit hohen Flanken in den Strafraum, effektive Torchancen ergaben sich aber nicht. Die größte Chance auf den Ausgleich hatte der durchbrechende Viana, er scheiterte aber an Grünwald (69.). Auf der anderen Seite waren die Tiroler aus Kontern durch Unterrainer (74.) und Schreter (81.) gefährlich. In der Nachspielzeit hätte Leonardo noch den Ausgleich am Fuß gehabt, Grünwald rettete jedoch.

DSV Leoben - SKNV St. Pölten 2:1 (2:1)
Fixabsteiger Leoben hat am Freitag in der ADEG-Ersten-Liga einen verdienten 2:1 (2:1)-Heimerfolg gegen den viertplatzierten SKNV St. Pölten gefeiert und kam so nach zuletzt sechs Niederlagen en suite wieder zu einem Dreipunkter. Die Gäste aus Niederösterreich prolongierten ihre Auswärts-Negativserie auf nunmehr neun Spiele ohne vollen Erfolg. Die Steirer rückten mit dem achten Saisonerfolg vom letzten auf den elften Platz vor, die Niederösterreicher sind weiterhin Vierter.

Die Steirer gingen nach engagiertem Beginn in der 17. Minute durch Krivic in Führung. Der Bosnier verwertete einen Stanglpass von Stadler. Auf der Gegenseite nutzte Abwehrspieler Schaller nach einer halben Stunde einen Fehler von Leoben-Tormann Pösendorfer, der einen Freistoß vom Wojtanowicz nicht bändigen konnte, und schoss aus kurzer Distanz ein. Den neuerlichen Führungstreffer für die Donawitzer besorgte Kapitän Muhr (39.). Der Abwehrchef verwertete unbedrängt von der St. Pöltener-Hintermannschaft eine Eckball-Vorlage von Suppan aus 15 Metern per Flachschuss.

Nach der Pause blieben Torszenen auf beiden Seiten Mangelware. Die über weite Strecken harmlosen Niederösterreicher waren nicht in der Lage, die Steirer noch zu gefährden. Kanneh hatte zehn Minuten vor Spielende sogar noch die große Chance auf das 3:1, der eingewechselte Stürmer vergab per Flugkopfball jedoch aus fünf Metern.

1. FC RFE Vöcklabruck - FC Gratkorn 2:2 (1:0)
Im Kampf gegen den Abstieg haben sich am Freitag Vöcklabruck und Gratkorn 2:2 (1:0) getrennt. Damit fielen die Vöcklabrucker zwei Runden vor Saisonende auf den letzten Tabellenplatz zurück, der Abstieg steht nun fest, da der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz bereits sieben Punkte beträgt. Auch ohne dieses Remis wäre es wohl nichts mit dem Ligaverbleib geworden, wurde den Hauruckviertlern doch auch in der zweiten Instanz die Lizenz für die nächste Saison verweigert (siehe Infobox).

Auf dem Grün wurde gegen Gratkorn um den sportlichen Erfolg gekämpft, Obermair traf in Minute 17 nach einem Djokic-Freistoß und einem Fehler von Gratkorn-Goalie Schwarz. Lange sah es nach einem Heimsieg aus, doch Brauneis in der 76. und Ehrenreich in der 80. Minute (FE) drehten die Partie vorerst, ehe nur zwei Minuten später dem überragenden Djokic noch der Ausgleich gelang. In der 89. Minute musste Vöcklabrucks Rajic mit Gelb-Rot vom Platz.

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