So, 21. Jänner 2018

40 Jahre Bauzeit

15.05.2009 17:18

In Friesach wird das Mittelalter lebendig

Am Samstag startet in Friesach ein ganz besonderes Bauprojekt: eine Burg. Und die soll ganz nach mittelalterlichen Methoden gebaut werden. Das bedeutet unter anderem, dass noch niemand so genau weiß, wie die Burg einmal aussehen wird. Sicher ist nur, dass sie in rund 40 Jahren fertig sein wird, außer es kommt etwas dazwischen...

"Pallarius" Heribert Leitner, ausgebildeter Zimmermann und Tischler, und sein Mitarbeiter haben sich auf dem neuen Burgberg südlich von Friesach bereits eingelebt: Mit handgeschmiedeten Äxten behauen sie Holzstämme. Die Zimmermannshütte nimmt Form an, ebenso der "Reißboden", auf dem später die Schablonen für die Gewölbegerüste vorgezeichnet werden. Die Hütte im künftigen Burggarten hat der Friesacher Korbflechter Paul Faninger schon fertig.

Am Samstag beginnt mit einem Fest offiziell der Burgbau mit mittelalterlichen Methoden. "Zuerst haben sie uns für verrückt gehalten, weil wir in Friesach ohnehin so viele Burgen haben", erzählt "Fürst Max" Koschitz, der als Bürgermeister den Burgbau finanziell mit Land, Arbeitsmarktservice und EU abgesichert hat.

Fotos von den Vorbereitungsarbeiten findest du in der Infobox!

Sein Nachfolger Josef Kronlechner ist schon neugierig, was hier entstehen wird: "Es gibt nur Zeichnungen. Wie die Burg einmal wirklich aussehen wird, weiß keiner, weil sich der Bau nach der Geländeform richtet."

Chefin beziehungsweise "Magistra oparis" der Bautruppe ist Gerti Pollak. Sie ist für die Ausrüstung - die Äxte stammen etwa aus Schweden - sowie für die Umsetzung der architektonischen Ideen zuständig: Frauen waren früher auf Baustellen nichts Ungewöhnliches.

Neben der Rodung der Bauflächen ist heuer der Bau einer Wasserleitung und der Schmiede geplant. Man geht es langsam an in Friesach: Erst in 40 Jahren soll die Burg in ihrer ganzen Pracht stehen.

von Waltraud Dengel ("Kärntner Krone") und kaerntnerkrone.at

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