Do, 26. April 2018

Doppelte Tragödie

14.05.2009 12:45

Auch zweiter Bub stirbt nach Blitzeinschlag

Der Blitzeinschlag in ein Baumhaus in Bad Hofgastein im Salzburger Pongau hat ein zweites Todesopfer gefordert. Am Mittwochabend erlag auch ein neunjähriger Bub seinen schweren Verletzungen. Bereits am Vortag hatte sein elfjähriger Freund das Unglück mit dem Leben bezahlen müssen. Für ihn war jede Hilfe zu spät gekommen.

"Wir haben den Kampf verloren", sagte ein Sprecher des Krankenhauses am Mittwoch. Aufgrund der Verschlechterung der Herz-Kreislauf-Situation war der schwer verletzte Neunjährige am Vormittag noch von Schwarzach (Bezirk St. Johann im Pongau) per Hubschrauber nach Innsbruck überstellt worden. Doch die Bemühungen der Ärzte halfen nichts: Der Bub erlag gegen 18.30 Uhr seinen schweren Verletzungen.

Körper meterweit durch die Luft geschleudert
Sein Freund, ein elf Jahre alter Bursche, war bereits unmittelbar nach dem Einschlag verstorben, als am Dienstag gegen 16.45 Uhr über Bad Hofgastein ein schweres Unwetter niedergegangen war. Einige Kinder und Jugendliche befanden sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Skaterplatz nahe dem Sportplatz und suchten unter einer Baumgruppe Schutz.

Die zwei Buben schlüpften in einem Baumhaus (Bild) unter, in das der Blitz einschlug. Die Körper der Kinder wurden Berichten zufolge meterweit durch die Luft geschleudert und blieben regungslos liegen. Beim Elfjährigen war die von den Notärzten und Sanitätern durchgeführte Reanimation erfolglos, er starb noch an der Unglücksstelle. Der Neunjährige wurde nach längerer Wiederbelebung nach Schwarzach in das Unfallkrankenhaus geflogen. Er war beim Eintreffen in der Klinik bewusstlos und wurde umgehend intensivmedizinisch betreut.

Mehr als 30 Rettungskräfte im Einsatz
Mehr als ein Dutzend Kinder, die auf dem Spielplatz unter Bäumen Schutz gesucht hatten, blieben unverletzt. Sie wurden vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes an der Unglücksstelle und anschließend im Pfarrsaal in Bad Hofgastein betreut. Laut ORF-Radio mussten vier Augenzeugen ins Krankenhaus gebracht werden: Sie hatten Schocks und Nervenzusammenbrüche erlitten.

An dem Einsatz waren ein Notarzthubschrauber, vier Notfallärzte, 19 Mitarbeiter des Roten Kreuzes, sieben Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams und drei Beamte der Gemeinde Bad Hofgastein beteiligt.

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