Di, 16. Jänner 2018

Rundumerneuerung

15.05.2009 15:22

Schönheits-OP für deinen Desktop

Ein paar Symbole für "Arbeitsplatz", "Eigene Dateien" und "Papierkorb", einige Verknüpfungen zu den am häufigsten benötigten Programmen und vielleicht noch ein nettes Hintergrundbild – mehr hat der Durchschnitts-Desktop nicht zu bieten. Wer sich daran bereits satt gesehen hat, kann mit Hilfe von Gratis-Tools frischen Wind und neue Farbe auf die Benutzeroberflächen zaubern. Die Bildschirmarbeit macht danach nicht nur mehr Spaß, sie geht auch einfacher von der Hand.

Die wohl schönste und zugleich unterhaltsamste Rundumerneuerung für den Desktop bietet "BumpTop": Das Gratis-Tool verwandelt die bis dato zweidimensionale Arbeitsoberfläche in einen dreidimensionalen virtuellen Raum, in dem sich Icons, Verknüpfungen und Dateien nicht nur auf dem "Boden", sondern auch entlang der "Wände" platzieren und ablegen lassen. "BumpTop" erlaubt dem Nutzer außerdem, mehrere Objekte in Stapeln zu sortieren, dessen Inhalt sich per Doppelklick übersichtlich darstellen lässt. Mausgesten unterstützen dabei das intuitive und schnelle Arbeiten in dem virtuellen Desktop.

Die eigentliche Besonderheit des Gratis-Tools aber ist, dass sich jede Verknüpfung, Datei, etc. auf dem Desktop wie ein reales Objekt im Raum verschieben, ja sogar werfen lässt. Das ist nicht nur nett anzusehen, sondern hat durchaus praktischen Nutzen: Wer etwa bestimmte Dokumente ausdrucken möchte, braucht die entsprechenden Textdateien nur auf das Druckersymbol zu "werfen". Ein Wurf auf den Papierkorb hingegen genügt, um eine Datei zu entsorgen. Über mitgelieferte Widgets funktioniert dies auch in Zusammenhang mit sozialen Netzwerken wie Facebook oder dem Mikroblogging-Dienst Twitter, um durch einen gezielten Wurf beispielsweise automatisch Bilder auf der entsprechenden Plattform zu veröffentlichen.

Nachteil des 3D-Desktops: Die optische Pracht wirkt sich negativ auf die Performance des Rechners aus. Ein Pentium-4- oder Celeron-Prozessor mit 1,8 GHz plus ein GB Arbeitsspeicher sollten es schon sein, um "BumpTop" ruckelfrei genießen zu können. Es geht allerdings genügsamer: Auch die kostenfreie "Light"-Variante der deutschsprachigen Software "Real Desktop" verwandelt die Arbeitsoberfläche in einen dreidimensionalen Raum, in dem sich Symbole wie echte Gegenstände anfassen und bewegen lassen, gibt sich dabei jedoch mit 256 MB Ram (empfohlen: 512 MB) zufrieden. Wer jedoch Dateien wie bei "BumpTop" stapeln und von zahlreichen anderen Zusatzfunktionen profitieren möchte, muss zur kostenpflichtigen "Professional"-Ausgabe von "Real Desktop" greifen.

Alles auf einen Blick - dank edler Schnellstartleisten
Frischen Wind auf den Desktop, ohne diesen jedoch gleich gänzlich umzugestalten, bringen auch die beiden Programme "RocketDock" und "ObjectDock", welche der XP- oder Vista-Arbeitsoberfläche eine dem Mac ähnliche Schnellstartleiste spendieren, die sich an jeder beliebigen Bildschirmseite positionieren und einfach mittels Drag & Drop um neue Anwendungen erweitern lässt. Wer möchte, kann die animierte Leiste so konfigurieren, dass sie sich bei Nicht-Gebrauch "unsichtbar" macht. Die beiden Programme zu verstecken wäre aber schade, da sich das Aussehen der "Anwendungs-Karussels" über das Menü in vielerlei Hinsicht individuell anpassen lässt.

Überblick schaffen mit "Desktop-Gattern"
Nicht so sehr verschönern, aber besser organisieren lässt sich der Desktop zu guter Letzt mit Hilfe des Gratis-Tools "Fences", das - wie der Name bereits andeutet – virtuelle Zäune um Dateien oder Anwendungen anlegt. Ein Rechtsklick genügt, um zuvor ausgewählte Symbole unter einem selbst gewählten Titel, etwa "Spiele" oder "Arbeit", in einem Zaun zusammenzupferchen. Diese "Desktop-Gatter" können anschließend frei auf dem Bildschirm positioniert und optisch angepasst werden, was zusätzlich Übersicht schafft. Wie bei "RocketDock" und "ObjectDock" auch, können Symbole einfach per Drag & Drop einem Zaun hinzugefügt und ebenso bequem wieder entfernt werden.

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