Mi, 24. Jänner 2018

Schuldenfalle

11.05.2009 08:22

Krise auf dem Arbeitsmarkt spitzt sich zu

Der Job ist weg, auf dem Bankkonto herrscht Ebbe - die Folgen der Wirtschaftskrise bekommen nicht nur Firmen, sondern vor allem deren Mitarbeiter deutlich zu spüren. Mit schweren Zeiten rechnen auch Experten der Schuldnerberatung im Burgenland: "Die Anfragen werden in den nächsten Monaten rasant ansteigen."

"Noch herrscht Ruhe vor dem Sturm", sagt Referatsleiter Peter Zinggl. Um fast zehn Prozent stieg die Zahl der neuen Klienten bei der Schuldnerberatung des Landes heuer an. Nicht ungewöhnlich, so die Experten - doch der Schein trügt.

Viele Schuldner "stecken Kopf in den Sand"
"Viele haben erst kürzlich ihren Job verloren. Damit sind natürlich große Geldprobleme verbunden", weiß Zinggl. Dass die Zahl der Beratungen bald stark zunehmen wird, davon ist er überzeugt: "Derzeit stecken viele Schuldner noch den Kopf in den Sand. Die Erfahrung hat uns aber gelehrt, dass die meisten viel zu lange abwarten und erst kommen, wenn es fast zu spät ist." Die Berater sind auf einen Ansturm vorbereitet. Zudem wird am Donnerstag in Oberwart eine neue Außenstelle eröffnet. Mitarbeiter sozialer Einrichtungen wurden als "Finanz-Coaches" ausgebildet.

Plus 24 Prozent Inkassofälle
Wie schlecht es um die Finanzen vieler Burgenländer bestellt ist, zeigt der Anstieg bei den Zahlungsausfällen der BEWAG. Bei den Mahnungen wurde seit Jänner ein Plus von 12 Prozent registriert, die Inkassofälle nahmen um 24 Prozent zu.

Steil nach oben geht auch die Leistungskurve bei Österreichs größtem Geldeintreiber, IS Inkasso Service. "Unsere Fälle haben sich im Jahr 2008 beinahe verdreifacht. Und es werden immer mehr", heißt es.

von Tina Blaukovics, Kronen Zeitung
Symbolbild

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