So, 21. Jänner 2018

Täter geschnappt

10.05.2009 18:10

"Nach Österreich gekommen, um einzubrechen"

Am Muttertag schnappte die Falle zu! Auf frischer Tat hat die Kripo ein Mitglied der "Blumenmarkt-Bande" beim 18. Coup ertappt. Als der Serieneinbrecher den Tresor einer Villacher Filiale aufschneiden wollte, klickten die Handschellen. Motiv: Er habe kein Geld und sei nach Österreich zum Einbrechen gekommen.

Insgesamt 13 Mal brachen die Serientäter die Tresore der Kärntner Blumenmärkte in Klagenfurt, Villach, St. Veit und Feldkirchen auf, vier Mal scheiterten die Einbrecher: Seit Wochen hielt die "Blumen-Bande" die Kärntner Polizei in Atem.

Kripo hatte Bande bereits erwartet
Am Muttertag, an dem die Blumengeschäfte den größten Umsatz des Jahres erzielen, wollten die Serieneinbrecher jetzt einen großen Coup landen. Stattdessen klickten am Sonntag um 2.40 Uhr Früh für einen der Täter die Handschellen. Die Kriminalpolizei hatte die Einbrecherbande bereits erwartet.

"Wir konnten einen Litauer im Gebäude überwältigen und haben ihn sofort festgenommen", so Horst Juritsch vom Landeskriminalamt (LKA), der den Einbrechern gemeinsam mit Ermittler Erich Korath seit Wochen auf der Spur war.

Die Beamten gehen davon aus, dass die litauische Tätergruppe aus zwei bis vier weiteren Einbrechern besteht. "Die Mittäter des 40-jährigen Littauers sind auf der Flucht. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren", so Juritsch weiter.

"Der Täter schweigt"
Die Komplizen des 40-Jährigen dürften sich nach dessen Festnahme in Villach/Neufellach jedoch bereits ins Ausland abgesetzt haben - die Fahndung nach den Kriminellen gestaltet sich schwierig. "Der Täter ist nicht kooperationsbereit und schweigt", so Juritsch.

Zum Hintergrund der Einbruchserie gab der Litauer an: "Wir haben kein Geld zum Leben und sind nach Österreich gekommen, um einzubrechen." Er wurde nach der Einvernahme durch das LKA in die Justizvollzugsanstalt Klagenfurt überstellt.

von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"
Symbolbild

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