Mo, 22. Jänner 2018

Vermisste Deutsche

10.05.2009 17:39

Sexualverbrecher hielt 16-Jährige drei Tage fest

Drei Tage dauerte das Martyrium einer schwangeren 16-jährige Schülerin, die im deutschen Solingen von einem Sexualverbrecher verschleppt, gefangen gehalten und mehrfach vergewaltigt worden ist. Am Sonntagmorgen konnte sie fliehen, weil ihr 28-jähriger Peiniger in Eile seine Wohnung verlassen und sie nicht richtig gefesselt hatte. Einige Stunden später wurde der Verdächtige bei einer Konfirmationsfeier in einem Restaurant festgenommen, wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Montag in Wuppertal mitteilten. Der Mann schweigt bisher zu den Vorwürfen.

Der arbeitslose Solinger soll die Jugendliche auf ihrem Schulweg in einem Waldstück hinterrücks überfallen und sie in seine rund 400 Meter entfernte Wohnung verschleppt haben, wie Staatsanwalt Wolf-Tilman Baumert sagte. Nach Aussagen der 16-Jährigen bedrohte der Mann sie mit einem Messer und fesselte sie - dabei habe er eine Jacke über die Fesseln gelegt und eine "liebevolle Umarmung" vorgetäuscht, um keine Aufmerksamkeit zu erregen.

Schwangere mehrfach vergewaltigt
In der Wohnung in seinem Elternhaus soll der als Einzelgänger geltende Mann die im vierten Monat schwangere 16-Jährige mehrfach vergewaltigt und missbraucht haben, wie Baumert weiter sagte. Zwischenzeitlich habe er sie immer wieder gefesselt.

Die 16-Jährige hat angegeben, dem 28-Jährigen von ihrer Schwangerschaft erzählt zu haben. Dies habe ihn aber nicht von den Taten abgehalten. Das Opfer wirke derzeit den Umständen entsprechend "gefasst", fügte der Staatsanwalt hinzu. Der Fötus sei durch die Taten nicht geschädigt worden.

16-Jährige war vermutlich Zufallsopfer
Der 28-Jährige soll nach Aussage der Schülerin vorgehabt haben, sie über längere Zeit als seine "Gespielin" gefangen zu halten. Sie war nach bisherigen Erkenntnissen ein Zufallsopfer des nur einige 100 Meter von ihr entfernt wohnenden Verdächtigen, wie Baumert weiter berichtete. So habe der Mann erzählt, er habe die Tat geplant und dabei eigentlich ein anderes Opfer ins Auge gefasst.

Zur Flucht verhalf der Schülerin dem Staatsanwalt zufolge schließlich ein Zufall: Der 28-Jährige war von einer Verwandten mit einem Taxi zu einer Konfirmationsfeier abgeholt worden und deshalb in Eile. "Er hatte offenbar keine Zeit mehr, das Mädchen zu fesseln."

 

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden