Mi, 22. November 2017

Später Erfolg

10.05.2009 08:38

Blut verrät Täter nach zehn Jahren

Der Polizei ist in St. Pölten ein spektakulärer Fahndungserfolg geglückt. Vor genau zehn Jahren hatte eine Serie von Pkw-Einbrüchen die Ermittler auf Trab gehalten. In einem Fall stellten Beamten aber sorgfältig geringfügige Blutspuren sicher. Der Täter blieb unbekannt - bis jetzt. Die DNA entlarvte nun einen Profi-Kriminellen aus Litauen als Autoknacker!

November 1999: Verzweifelte Autobesitzer alarmieren die Polizei. Bei Nacht und Nebel hatte ein Unbekannter im Bereich Josefstraße, Birkengasse sowie Spratzerner Kirchenweg Pkw in Serie aufgebrochen. Trotz intensiver Fahndung entkommt der Täter.

Enormer Schaden
Nur wenige Wochen später schlägt das Phantom wieder zu. Die Bilanz: 19 Fahrzeuge geknackt, Radios und Navis um 17.000 Euro weg. "Bereits damals vermuteten wir, dass ein Profi am Werk war", erinnert sich ein Polizist. Alle Spuren am Tatort wurden akribisch gesichert - auch ein paar Blutstropfen.

"Plötzlich gab es einen Treffer"
Genau diese führten jetzt, zehn Jahre später, zur Klärung des Falles. "Wir ließen die DNA regelmäßig durch internationale Datenbänke laufen. Plötzlich gab es einen Treffer", so Kripo-Chef Werner Gschwandtner. Ein Litauer, der in Deutschland geschnappt wurde, ist der gesuchte Täter. Gschwandtner: "Dank der Sorgfalt der Kollegen können wir den Akt nun endlich schließen."

13 Pkw beschädigt
Auch einen aktuellen Fall haben die Ermittler rasch gelöst: Vorerst Unbekannte hatten eine Spur der Verwüstung durch den Stadtteil Wagram gezogen, 13 Pkw beschädigt. Als Verdächtige wurden zwei Männer, 23 und 25 Jahre alt, aus Loosdorf ausgeforscht. Ein Polizist: "Die beiden waren so betrunken, dass sie kein Taxi mitnehmen wollte. Aus Zorn schlugen sie mit Steinen auf geparkte Autos ein."

von Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

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