Sa, 20. Jänner 2018

Deutsche Liga

10.05.2009 23:10

Nächster Dämpfer für den HSV

Der Hamburger SV ist im Kampf um die deutsche Meisterschaft aus dem Rennen. Die Mannschaft von Trainer Martin Jol verlor am Sonntag in der Bundesliga bei Werder Bremen 0:2 und büßte nach dem Aus in DFB- und UEFA-Cup auch die letzte Titelchance ein. Als Tabellensechster muss der HSV nun sogar um die Teilnahme an der Europa League, wie der UEFA-Cup in Zukunft heißen wird, bangen.

Die ÖFB-Teamspieler Martin Harnik und Sebastian Prödl spielten in der Werder-Abwehr durch. Prödl, der den verletzten deutschen Teamspieler Per Mertesacker ersetzte, auf seinem bevorzugten Platz in der Innenverteidigung, Harnik auf der ungewohnten Position rechts in der Viererkette. Hugo Almeida erzielte in der 34. und 49. Minute die Treffer für die Bremer, die den HSV am Donnerstag im Halbfinal-Rückspiel mit 3:2 aus dem UEFA-Cup geworfen und die Hamburger auch im Cup-Halbfinale eliminiert hatten.

Im zweiten Sonntagsspiel gewann Borussia Mönchengladbach gegen den FC Schalke 04 daheim mit 1:0 und schaffte damit den Sprung auf einen Nicht-Abstiegsplatz.

Korkmaz rettet Frankfurt einen Punkt
Ümit Korkmaz hat am Samstag sein erstes Tor für Eintracht Frankfurt in der deutschen Bundesliga erzielt. Der ÖFB-Internationale, der in der 79. Minute ausgewechselt wurde, traf auswärts gegen Hannover 96 in der 42. Minute zum 1:1-Endstand und bescherte seinem Club damit einen wichtigen Punkt im Abstiegsrennen. Drei Runden vor Schluss beträgt der Vorsprung auf den ominösen Strich schon sechs Punkte.

Korkmaz kam wie gewohnt am linken Flügel zum Einsatz und hatte bereits in der 34. Minute eine gute Chance, als er von Meier bedient wurde - sein Schuss fiel jedoch zu schwach aus und bereitete Hannover-Goalie Enke keine Probleme. Acht Minuten später jedoch musste sich der DFB-Teamtormann dem Österreicher geschlagen geben. Nach einer präzisen Flanke von Fenin köpfelte der bisher nicht als Kopfballspezialist bekannte Korkmaz zum Ausgleich ein.

Wolfsburg nur noch knapp in Führung
Im Kampf um den Meistertitel zeigt Tabellenführer VfL Wolfsburg im Endspurt Nerven, der FC Bayern München wittert seine Chance, aber auch Hertha BSC und der VfB Stuttgart sind ganz nah dran. Die "Wölfe" verloren am Samstag beim VfB Stuttgart mit 1:4 und liegen bei weiterhin 60 Punkten nur noch dank der um zwei Treffer besseren Tordifferenz vor den Bayern, die die Hürde bei Energie Cottbus mit 3:1 übersprangen.

Einen Zähler dahinter folgt Hertha BSC nach dem 2:0 gegen den VfL Bochum als Dritter. Mit 58 Punkten sind auch die Stuttgarter auf Rang vier noch ein heißer Titelkandidat. Mit einem Sieg bei Werder Bremen kann auch der Hamburger SV am Sonntag noch auf 58 Zähler kommen und die Titelvergabe zum Fünfkampf machen.

Gomez-Gala bei 4:1-Sieg Stuttgarts
Mit einem Mario Gomez in Topform erhielt sich Stuttgart seine Titelchance und versetzte den Ambitionen der "Wölfe" einen empfindlichen Dämpfer. Der DFB-Nationalstürmer traf bereits nach 30 Sekunden, erhöhte in der 20. Minute auf 2:0 und machte im zweiten Durchgang (63./77.) mit seinen Saisontoren 22 und 23 alles klar. Mit seinem Viererpack schloss Gomez in der Torjägerliste zu dem bisher alleine führenden Wolfsburger Grafite auf. Edin Dzeko (36.) verkürzte zwar, doch mehr war für die Mannschaft von Felix Magath bei dessen Rückkehr an die frühere Wirkungsstätte nicht drin.

Sieg für die Bayern
Zum 64. Geburtstag von Jupp Heynckes machten die Bayern ihrem Interimstrainer das passende Geschenk in Form von drei Punkten. Durch Treffer der Argentinier Jose Ernesto Sosa (23.) und Martin Demichelis (63.) sowie Lukas Podolski (66.) gewannen die Münchner in der Lausitz und kamen damit dem angestrebten Titelgewinn ein großes Stück näher. Das vierte Tor verpasste der eingewechselte Franck Ribery, als er mit einem Foulelfmeter an Gerhard Tremmel scheiterte (90.).

Hertha bleibt dran
Hertha BSC lässt im Kampf um den ersten Meistertitel seit 78 Jahren nicht locker. Tore von Marko Pantelic (39.) und Raffael (50.) sicherten den Berlinern den Erfolg gegen die ohne den verletzten Christian Fuchs angetretenen Bochumer. Während die Hertha nur noch ein Punkt von der Spitze trennt, liegt der VfL nach der vierten Niederlage in Folge nur noch einen Zähler vor der Abstiegszone.

Hoffenheim beendet Durststrecke
1899 Hoffenheim (Ramazan Özcan und der verletzte Andreas Ibertsberger standen nicht im Kader) beendete mit dem 2:0 gegen den 1. FC Köln seine monatelange Durststrecke. Die Tore von Sejad Salihovic (58.) und Demba Ba (68.) sicherten dem ins Mittelmaß gestürzten Herbstmeister den ersten Dreier seit dem 30. Jänner.

Ergebnisse der 31. Runde:
Werder Bremen - Hamburger SV 2:0
Borussia Mönchengladbach - FC Schalke 1:0
VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg 4:1
1899 Hoffenheim - 1. FC Köln 2:0
Hertha BSC - VfL Bochum 2:0
Hannover 96 - Eintracht Frankfurt 1:1
Energie Cottbus - Bayern München 1:3
Borussia Dortmund - Karlsruher SC 4:0
Bayer Leverkusen - Arminia Bielefeld 2:2

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden