Di, 24. April 2018

Lustmord vereitelt

08.05.2009 17:52

15-jähriger Schüler wollte Joggerin erdrosseln

Ein 15-jähriger Schüler hat am Donnerstag im Bezirk Leoben versucht eine Joggerin zu erdrosseln und zu vergewaltigen. Weil er zu feig war die 51-Jährige anzureden, bastelte der Jugendliche ein Tötungswerkzeug in seinem Elternhaus und stellte der Obersteirerin eine perfide Falle.

Im Beisein seines Vaters, ohne mit der Wimper zu zucken, unterschrieb der 15-jährige, bislang unbescholtene HTL-Schüler am Donnerstagabend das Vernehmungsprotokoll - ein Spiegelbild tiefer seelischer Abgründe.

Bursche wollte die Frau besitzen
Den Angaben des Jugendlichen zufolge fuhr er nachmittags mit dem Moped bei Trofaiach in einen Wald, wo ihn "eine Joggerin mit einer Super-Figur" erregte. Diese, und nur diese Frau wollte er besitzen. "Der Schüler wusste, dass das unmöglich war", so ein erhebender Beamter: "Der Altersunterschied ist zu groß, zudem traute sich der Verdächtige nicht, die Frau anzusprechen. Also fasste er einen teuflischen Plan."

Drosselungswerkzeug aus Gitterbettstäben gebastelt
Der 15-Jährige beschloss, seine "Angebetete" zu erwürgen und die Leiche sexuell zu missbrauchen. Als Tatwerkzeug sägte er daheim bei einem Gitterbett zwei jeweils 15 Zentimeter lange Stäbe ab und bohrte Löcher hinein. Danach verband er beide Teile mit einer 60 Zentimeter langen, acht Millimeter dicken Rebschnur zu einem Drosselungswerkzeug. Derart ausgerüstet fuhr er in der Hoffnung in den Wald zurück, dass ihm die Joggerin erneut begegnen würde. Als er die 51-Jährige tatsächlich sah, warf er das Moped um und täuschte eine Panne vor.

Joggerin wollte helfen
"Können's mir helfen?" schrie er, worauf die Joggerin sofort stehenblieb: "Na klar, wo soll ich angreifen?" Als sie sich zum Moped bückte, näherte sich der Jugendliche mit der gespannten Schnur von hinten. Dass die Angestellte noch lebt, verdankt sie ihrer Wut. Weil der Jugendliche nicht vor ihr stand, glaubte sie, dass er ihr zusehen würde, wie sie allein das Zweirad aufhob. Voller Ärger über solche "Macho-Manieren" stand die Steirerin auf, drehte sich um - und ergriff Augenblicke später instinktiv mit der rechten Hand die Schnur: "Spinnst du?" Dann schrie sie um Hilfe. Der 15-Jährige ließ sein Mordwerkzeug fallen, die Frau fuhr zur Polizei.

Der Verdächtige wurde eine Stunde später gefasst. Er befindet sich vorübergehend in der Landesnervenklink Sigmund Freud in Graz.

von Manfred Niederl ("Steirerkrone") und steirerkrone.at

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