Mo, 23. April 2018

Tödlicher Streit

07.05.2009 15:28

Mann nach Verfolgungsjagd niedergestochen

Weil er befürchtete, seine Ehefrau habe eine Beziehung mit einem anderen Mann, hat ein 31-jähriger Türke einen 34 Jahre alten Landsmann am Mittwochabend auf offener Straße in Linz niedergestochen, nachdem er ihn zuvor mit dem Auto verfolgt hatte. Der 34-Jährige starb trotz einer Notoperation, der mutmaßliche Täter gestand, er habe seinen Nebenbuhler zur Rede stellen wollen. Warum er aber insgesamt 25 Mal auf sein Opfer eingestochen hat, konnte der Mann den Polizisten am Donnerstag nicht erklären.

Die Verfolgungsjagd hatte bereits in Mauthausen im Bezirk Perg begonnen und zog sich bis nach Linz, wo der Verfolger mit seinem Auto schließlich den Wagen des 34-Jährigen an einer Kreuzung rammte und das Fahrzeug gegen einen Lichtmasten drückte. Wie im Blutrausch sprang der 31-Jährige dann aus seinem Auto, ging zum Wagen seines Kontrahenten und zog den Mann auf die Straße. Er versetzte dem 34-Jährigen mehrere Messerstiche und jagte ihn über die Kreuzung Richtung Bahnhof. Immer wieder stach er zu. Auf einer Verkehrsinsel brach das Opfer blutüberströmt zusammen.

Bilder vom Tatort findest du in der Infobox!

Augenzeugen hatten in der Zwischenzeit Polizei und Rettung verständigt. Während sich der mutmaßliche Täter widerstandlos festnehmen ließ, wurde sein Landsmann ins Allgemeine Krankenhaus gebracht. Dort wurde er noch notoperiert, erlag aber kurz darauf seinen Stichverletzungen.

Herzstich führte zum Tod
Der mutmaßliche Täter gestand später, er habe befürchtet, seine Frau habe eine Beziehung mit dem Opfer. Er wollte den möglichen Nebenbuhler zur Rede stellen. Wieso es dabei zur tödlichen Messerattacke gekommen ist, konnte er der Kriminalpolizei nicht erklären. Die Donnerstagnachmittag abgeschlossene Obduktion ergab, dass das Opfer mit insgesamt 25 Messerstichen verletzt wurde. Ein Herzstich hat zum Tod geführt.

Foto: Horst Einöder

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